Fussball 1. Liga
Im so genannten Sechspunkte-Spiel zwischen Zug und Wangen gab es erneut keinen Sieger

Eher überraschend darf die Ausgangslage dieses zweitletzten Meisterschaftsspieles vor der Winterpause bezeichnet werden. Überraschend schon eher der zwölfte Tabellenplatz von Zug 94 mit nur einem Punkt mehr auf dem Konto als die Gäste aus Wangen, die unmittelbar dahinter platziert waren. Schwer auszumachen, dass es in dieser Partie um viel ging. Einmal mehr war die Devise: Verlieren verboten.

Edgar Straumann
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Dragan Gyorgiev, der zweifache Wangner Torschütze.

Dragan Gyorgiev, der zweifache Wangner Torschütze.

Zur Verfügung gestellt

Die Aufstellung der Wangner liess unschwer erkennen, dass Trainer Salvatore Romano mit seinem Team einen Rückstand möglichst zu vermeiden versuchte, wurden doch mit einer Fünfer-Abwehrkette begonnen. Mit Ausnahme der Gratis-Bratwurst wurden im Stadion Herti Allmend keine Geschenke verteilt.

Es wurde gleich von Anfang an mit harten Bandagen gekämpft. Schon nach einer Minute Spielzeit musste der Wangner Hasan Ates nach einem harten gegnerischen Einsteigen gepflegt werden. Die Vorsichtsmassnahme mit der verstärkten Abwehrreihe der Gäste erlitt bereits in der sechsten Minute Schiffbruch.

Marco Häfliger konnte vorerst einen Distanzschuss zur Ecke abwehren. Doch beim anschliessenden Corner fehlte die Zuordnung, was Pasquale Martino erlaubte, von der Strafraumgrenze aus abzudrücken und mit dem platzierten Flachschuss das Führungstor erzielte. Auf der Gegenseite musste wenig später Santangelo erstmals eingreifen, um den sofortigen Ausgleich zu verhindern.

Die Gastgeber wollten sich mit dem knappen Vorsprung nicht begnügen und griffen munter an. Erneut war aber Marco Häfliger nach einem Abschlussversuch von Ruben Burkard gefordert und erneut entstand nach dem Eckball grosse Gefahr vor dem Gästetor. Die Wangner Spieler bekundeten mit der Ballannahme etwelche Schwierigkeiten, was den Platzherren erlaubte, gegnerische Angriffsbemühungen im Keime zu ersticken.

Nach etwas mehr als einer halben Stunde gelang aber doch ein Angriff, der innerhalb des Strafraums mit einem Foulspiel von Paulino unterbunden wurde. Schiedsrichter Odiet entschied sofort auf Strafstoss, der von Dragan Gyorgiev sicher verwertet wurde. Der Ausgleich gab den Besuchern Mumm, wodurch sie sich in der Folge vermehrt in der gegnerischen Platzhälfte festsetzen konnten.

Es lief bereits die Nachspielzeit der ersten Spielhälfte, als Riedweg als letzter Verteidiger im dümmsten Moment ausglitt. Davon profitierte Dragan Gyorgiev, der loszog und auch noch Zugs Torhüter verladen konnte, um schliesslich aus spitzem Winkel die Gästeführung bewerkstelligte.

Nach dem Seitenwechsel machten die Zentralschweizer mächtig Druck. Marco Häfliger wurde stark unter Druck gestellt, dem er lange Zeit Stand halten konnte. Doch eine Viertelstunde vor Spielende waren gegen den Schuss von Atdhe Gashi auch seine Abwehrkünste machtlos. Der Ausgleich zum 2:2 war auf Grund der Spielanteile absolut verdient.

Das möglich scheinende Führungstor der Gastgeber verhinderte der Wangner Torwart mit einer tollen Fussabwehr. Noch wurde von beiden Seiten der Lucky Punch gesucht. Dieser gelang den Wangnern mit einem Kopfball von Faton Hajdari, der knapp über die Querstange strich, in der 91. Minute haarscharf nicht und in den aller letzten Sekunden wurde dieser auch den Zugern infolge Abseitsstellung aberkannt.

Wangens Trainer Salvatore Romano war nach der Cup Niederlage seines Teams gegen Zug 94 auf einen harten Fight eingestellt. «Nach dem Fehler, der zu Beginn zum Rückstand führte, haben wir gut reagiert. Nach dem 2:2 hätte das Spiel am Schluss noch auf beide Seiten kippen können.» Mark Adams, der Trainer von Zug 94 war mit dem Resultat nicht zu frieden. «Wir wollten drei Punkte und nun fehlen deren zwei. Trotz der grösseren Spielanteile haben wir zu wenig Torchancen kreieren können, obschon wir in der zweiten Halbzeit tonangebend waren», sagte er in an der Pressekonferenz.

Telegramm: Zug 94 – Wangen 2:2 (1:2)

Herti Allmend, - 220 Zuschauer, - SR: Maxime Odiet. - Tore: 6. Martino 1:0. 35. Gyorgiev 1:1 (Penalty). 45. Gyorgiev 1:2. 75. Gashi 2:2.

Zug 94: Santangelo; Weiss, Ntsika (74.Bulut), Paulino, Riedweg; Gashi (87. Sylejmani), Mehidic, Peter, Feuchter; Martino (74.Marjanovic), Burkard.

Wangen: Häfliger; Osaj, Tahiri, Hajdari, Bekteshi, Milushev; Xhema (85. Otomo), Gustavo, Gjidoda, Gyorgiev, Ates (78. Churlinov).

Bemerkungen: Zug 94 ohne die verletzten Palatucci, Jankovic, Gygax, Halef, Mani und Bernet. Wangen ohne Sant Anna (verletzt) und Aziri (gesperrt). Verwarnungen: 77. Bekteshi (Foul), 90. Bulut, 94. Marjanovic. Cornerverhältnis 10:4.