Trotz Hitze gab es beim 37. Derendinger Abendlauf mit 734 Läuferinnen und Läufern den erhofften Teilnehmerrekord. «Ich glaube, die neue abwechslungsreiche Strecke nach Luterbach an die Aare und der Wechsel von Freitag- auf Mittwochabend im letzten Jahr haben sich bewährt», meinte OK-Präsident Walter Howald.

«Schade ist einzig, dass in den Nachwuchsrennen die Jugendlichen aus Derendingen wegen des Schultags am Vortag weitgehend fehlten.» Beim nunmehr grössten Laufanlass im oberen Teil des Kantons wirkte die mehrfache Welt- und Europameisterin im Berglauf, Martina Strähl, als Ehrenstarterin. In Derendingen hatte sie 2005 ihren ersten Wettkampf bei den Aktiven gewonnen.

Bei den Männern triumphierte im 10 Kilometer langen Hauptrennen wie schon im Vorjahr der in Herrenschwanden lebende und für den TV Länggasse Bern laufende Äthiopier Mekonen Tefera. Zweiter wurde dessen Teamkollege Lukas Marti, während der Sieger des diesjährigen Messenlaufs, Martin Zürcher, den dritten Platz im Overallklassement belegte.

Nicht zu stark forcieren

Sieger Tefera, welcher im letzten Jahr auch den Belchenberg- und den Weissensteinlauf gewonnen hatte, kommentierte strahlend: «Heute war es viel heisser als letztes Jahr. Deshalb verschärfte ich erst beim fünften Kilometer im Wylihof mein Tempo. So konnte ich meinen letzten Begleiter, meinen Trainingspartner Lukas Marti, distanzieren.»

Weil er heute Abend bereits wieder am Städtlilauf in Wangen an der Aare am Start stehen wird, wollte er nicht zu stark forcieren. Bester Solothurner wurde Nils Makos aus Feldbrunnen als Fünfter.

Bei den Frauen gewann die aus dem Triathlonlager stammende und für den TV Unterstrass Zürich laufende Alexandra Schaller. Mit 26 Sekunden Vorsprung vor der Bärauerin Daniela Aeschbacher. Der dritte Platz auf dem Podest gehörte Joélle Flück, der Tochter der langjährigen Präsidentin der Läufergruppe Derendingen, Bernadette Flück.

Lange Zeit war die jetzt in Luzern wohnhafte Leberbergerin zusammen mit der Gewinnerin Alexandra Schaller an der Spitze mitgelaufen. In der zweiten Rennhälfte musste sich Flück dann allerdings noch von der Marathon-Spezialistin Daniela Aeschbacher auf den dritten Podestplatz verweisen lassen. Vierte im Overallklassement wurde die Siegerin der Kategorie 50+, Beatrice Fankhauser von der LV Langenthal.