Eishockey
Im Schlussdrittel fielen die Tore für den überlegenen EHC Olten doch noch

Der EHC Olten gewinnt in Basel dank drei Treffern im Schlussdrittel mit 4:1. Der 13. Sieg in Serie des EHCO gegen Basel hätte locker zweistellig ausfallen können.

Markus Angst
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Oltens Christopher Bagnoud Basel Julian Schmutz.

Oltens Christopher Bagnoud Basel Julian Schmutz.

Nicole Nars-Zimmer

Uff, da war für die Fans des EHC Olten wieder einmal eine grosse Portion Geduld angesagt. Obwohl die Gäste gegen die Basel Sharks schon in den beiden ersten Dritteln genügend Chancen hatte, um drei Spiele zu gewinnen, stand es nach 40 Minuten immer noch nur 1:1.

Doch dann ging es plötzlich schnell. 50 Sekunden nach der zweiten Pause erzielte Schwarzenbach das erlösende 2:1, dem Parati nur 127 Sekunden später nach einem Doppelpass mit Wüthrich mittels Hocheckschuss das vorentscheidende 3:1 folgen liess.

Leimbacher verhinderte Debakel

Dass die Oltner so lange warten mussten, bis die Partie nicht nur bezüglich Chancenanteile, sondern auch resultatmässig in ihre Richtung lief, war im Wesentlichen das Verdienst Urban Leimbacher. Der frühere EHCO-Keeper wurde seinem Ruf als «Super-Urbi» einmal mehr gerecht und brachte seine früheren Teamkollegen schier zur Verzweiflung. Schwarzenbach (5., 29. und 37. Minute), Mason (9.), Tschuor (24./gleich zweimal), Truttmann (33.), Weber (34.) – mehrmals kamen die EHCO-Stürmer völlig frei zum Schuss, fanden aber in Leimbacher ihren Meister.

Dazu kam, dass Wüest (7.) und Hirt (12. und 37.) in ähnlich aussichtsreichen Positionen knapp danebenschossen. Es war eine Augenweide, dem EHCO bei seinen Offensivkombinationen mit Abschlussmöglichkeiten beinahe im Minutentakt zuzuschauen. Allein, es fehlten die Knipser vor dem Tor.

Greentrees Chancen

Derweil beschränkten sich die Basler auf einige wenige Breaks, bei denen sie aber durchaus gefährlich waren. Und um ein Haar hätte die Oltner Nonchalance vor dem gegnerischen Tor ins Auge gehen können. Denn zehn Minuten nachdem Schmutz die Platzherren mittels eines Penaltys (Parati hatte den durchgebrochenen Stürmer gelegt) in Führung gebracht hatte, verpasste Greentree um Haaresbreite den zweiten Treffer. Dass der Schuss des Kanadiers nur am Pfosten statt im Tor landete, war für die Basler ja schon Pech genug. Blöd nur aus Optik des Heimteams, dass es Sekunden später 1:1 statt 2:0 hiess. Denn den direkten Gegenzug schloss Wiebe auf Vorarbeit von Schwarzenbach und Hirt kaltblütig ab. Noch einmal strapazierte Greentree den Adrenalin-Spiegel der gut 1000 EHCO-Fans, als er fünf Sekunden vor der zweiten Pause während eines Oltner Powerplays alleine Richtung gegnerisches Tor zog. Der Basler Topscorer schoss aber (zu) früh, und Bäumle reagierte glänzend.

Beattie: «Nicht so früh erwartet»

«Ich habe erwartet, dass wir im Schlussdrittel noch zu Toren kommen», sagte Scott Beattie, «doch ich habe sie nicht so früh erwartet.» Für den EHCO-Trainer war wichtig, «dass wir trotz der zahlreichen vergebenen Chancen ruhig unser Spiel weitergezogen und Geduld bewahrt haben.» Dass selbst der Leader Mühe hat, gegen (vermeintlich) schwächere Gegner zu Toren zu kommen, hat laut Scott Beattie einen einfachen Grund: «Viele Teams sind in der Defensive stärker geworden - und dazu gehören auch sehr gute Goalies.» Für Patrick Parati war wichtig, «dass wir beim Stand von 1:1 kein weiteres Gegentor mehr bekommen und dann früh im Schlussdrittel das 1:2 geschossen haben. Das hat Basel den Rhythmus gebrochen.»