«Hesch das gsee gha?», tönte es immer wieder in den Gängen vor den Verpflegungsständen oder entlang des Aussenfeldes. Nicht nur, weil irgendwie alles enger wirkt im neu sanierten Kleinholz und sich die – insgesamt umständlicheren – Wege zu den Verpflegungsständen für Smalltalk geradezu anbieten.

Es gab tatsächlich viel zu sehen und entdecken beim ersten EHCO-Heimauftritt der laufenden Saison. Und das wirkte sich ganz offensichtlich auf das Publikum aus. Es herrschte eine komische Lethargie im weiten Oval. Die Langenthal-Fans hielten zwar den Rhythmus mit regelmässigen Zurufen an ihr Team hoch, doch auf der anderen Seite deutete akustisch nicht viel auf die Bedeutung dieser Begegnung hin.

EHC Olten am ersten Heimspiel im neuen Kleinholz

EHC Olten am ersten Heimspiel im neuen Kleinholz

Urkunde für den EHCO

Den eindrücklichen Videowürfel beispielsweise: Auf einen Schlag erscheinen im Kleinholz alle Stimmen und Töne mit dem entsprechenden Bild. Eine gute halbe Million Franken hat gekostet, was ab sofort für Pausen- und Spielunterbruchstimmung sowie perfekte bewegte Bilder sorgt – und zwar auf einer Bildschirmfläche, welche sich schweizweit mehr als sehen lassen kann.

Gut möglich, dass auch Ueli Schwarz, Direktor Leistungssport bei Swiss Icehockey, vom neuen Prunkstück des NLB-Vereins beeindruckt war. Jedenfalls zollte er den Anstrengungen der Oltner im Zuge der Kleinholz-Sanierung Tribut und überreichte den Verantwortlichen vor Spielbeginn eine Urkunde.

Gedränge vor Verpflegungsständen

Eine solche verdient hatte sich die nachfolgende Partie hingegen nicht. Diese plätscherte, nach einem animierten ersten Drittel, im mittleren Abschnitt so dahin, dafür ging es vor den Verpflegungsständen hoch zu und her. Es war keine gute Idee, bei der gestrigen Premiere mit leerem Magen und grossem Durst ins Eisstadion zu kommen.

Nicht, dass das Angebot einem Grossteil der Bedürfnisse nicht entsprochen hätte - im Gegenteil. Doch irgendwie ist das Verpflegungskonzept, trotz insgesamt gegen 50 Gastro-Mitarbeitern, welche alleine gestern im Einsatz standen, noch nicht aufgegangen. Bis weit in die Drittel bildeten sich vor den Buvetten lange Schlangen, zudem arbeitete der mittlere Getränkeausschank nicht mit voller Kapazität.

Schnell kein Bier mehr für die Gästefans

Es machte fast den Anschein, als ob man vom Ansturm bei erstbester Gelegenheit ein wenig überrumpelt worden wäre. Einige Gewiefte suchten ihr (Bier-)Glück zwar schon vor Spielbeginn, aufgrund der langen Wartezeiten vor den Buvetten, im höher gelegenen Restaurant und brachten damit das Personal an die Belastungsgrenze.

Bis sich die Idee herumgesprochen hat, mag das eine valable Lösung sein – zumal gestern ein weiteres Problem hinzukam: Bereits kurz nach Spielbeginn waren in einzelnen Verkaufsstellen die Bierreserven erschöpft. Unter anderem beim Coca-Cola-Stand, und daran hatten vor allem die Gästefans keine Freude. Die finden sich neu, durch Plexiglas abgetrennt, in ihrem kleinen Sektor auf der Nordtribüne wieder und haben nur Zugang zu eben jenem Verpflegungsstand.