Solothurner Cupfinal
Iliria-Fans haben Mannschaft «enorm motiviert und zum Titel getragen»

Für den FC Iliria ist der Cupsieg 2016 unbeschreiblich, der SC Fulenbach gratuliert der Solothurner Mannschaft zum Sieg. Stimmen zum Spiel.

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Die Fans des FC Iliria.

Die Fans des FC Iliria.

Oltner Tagblatt

«Im Elfmeterschiessen hatten wir das Problem, dass wir viele junge Spieler auf dem Feld hatten und zuvor viel laufen mussten. Deshalb waren wir müde», sagte Fulenbachs Trainer Martin Hert nach der bitteren Niederlage. «Um ein Elfmeterschiessen zu gewinnen, braucht es auch eine gewisse Routine. Ausserdem bekundeten wir zusätzliches Pech, da unser Torwart auch noch angeschlagen war. Das sind die kleinen Dinge, die in der Summe ausschlaggebend sind.»

Trotzdem gratulierte er dem FC Iliria zum verdienten Cupsieg. «Die Mannschaft, welche gewinnt, tut dies stets verdient. Dass wir überhaupt die reguläre Spielzeit und die Verlängerung überstanden haben, war schon eine grosse Willensleistung der Mannschaft. Erst bewies sie Charakter, indem sie den 2-Tore-Rückstand einholte und dann, als sie sich trotz mehrerer angeschlagener Spieler über die 120 Minuten retteten.»

Hert sprach von einem ausgeglichenen Spiel, das vor allem nach dem 2:2 in der zweiten Halbzeit auf beide Seiten hätte kippen können. «Unser Ziel für die Meisterschaft lautet nun, die Entscheidung um den Aufstieg bis zum letzten Spieltag offen zu halten.»

Grosse Freude beim FC Iliria. Die Mannschaft besiegt Fulenbach im Penaltyschiessen mit 6:4
17 Bilder
FC Iliria feiert den Sieg im Cup-Final gegen Fulenbach
Und noch ein Mannschaftsfoto
Noch vor dem Start in den Final: Die Teams schwören sich auf das Spiel ein
Blick auf die Bank des FC Iliria
Das Publikum feiert mit
Die Fans des FC Iliria.

Grosse Freude beim FC Iliria. Die Mannschaft besiegt Fulenbach im Penaltyschiessen mit 6:4

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Ganz anders natürlich die Gemütslage bei Ilirias Schlussmann Michael Obrecht: «Ein überwältigendes Gefühl, diesen letzten Elfmeter zu halten, einfach unbeschreiblich!» Trotz seiner siegbringenden Parade sprach Obrecht von einer grossen Mannschaftsleistung, die den FC Iliria überhaupt erst dorthin gebracht hatte. «Vor dem Elfmeterschiessen befinde ich mich jeweils in einem Tunnel und bin total fokussiert auf das, was folgen wird. In diesem Modus realisiere ich nicht mehr, was links und rechts von mir passiert. Ein sonstiges Ritual vor den Spielen besitze ich allerdings nicht.»

Michael Obrecht bedankte sich danach bei den zahlreichen Fans, welche den FC Iliria am Donnerstag «enorm motiviert und zum Titel getragen haben», so Obrecht. «Eine solche Unterstützung im Amateurbereich ist einfach sensationell.»

«Ein echter Elfmeterkiller»

Kritischere Worte fand Jashar Ajdini, der Co-Trainer des FC Iliria: «Wir sind selbst schuld, dass wir bis ins Penaltyschiessen zittern mussten. Nach zwei groben Fehlern kassierten wir doch noch den Ausgleich in der regulären Spielzeit und verpassten es in der Folge, noch einmal nachzulegen.»

Die Mannschaft zeigte in seinen Augen danach im letzten Akt des Spiels grossen Charakter, «indem sie souverän gewann». Jashar Ajdini machte seinem Torhüter Michael Obrecht ein grosses Kompliment. «Bereits in der Meisterschaft hat er zwei Elfmeter erfolgreich pariert, nun hat er es wieder getan. Er ist ein echter Elfmeterkiller, weshalb ich immer gewusst habe, dass wir diesen Titel holen werden. Dem SC Fulenbach möchte ich zu einer sehr guten Leistung gratulieren, ein sehr fairer Gegner, mit welchem wir einen unterhaltsamen Cupfinal zeigten.» (PAM)