Motorsport
«Ich habe ein schönes Leben»

Die Leistung von Dominique Aegerter wurde auch im Oberaargau gewürdigt.

Daniela Mauro
Drucken
Teilen

Der Oberaargauer Sportpreis ist eine Auszeichnung, die jedes Jahr an Sportlerinnen und Sportler verliehen wird, die eine besondere Leistung erbracht haben. So erhielt auch der Moto-2-Fahrer Dominique Aegerter einen Preis. Der 21-Jährige wurde mit dem zweiten Rang in der Kategorie der Aktiven Männer geehrt, hinter dem Mountainbiker Lukas Flückiger. Dies dank seiner Topleistung am Rennen in Valencia, wo der aus Rohrbach stammende Motorradfahrer auf den dritten Platz fuhr. «Ich bin wirklich glücklich, dass ich diese Auszeichnung bekommen habe. Zudem finde ich die Idee einer solchen Veranstaltung und die Philosophie des Donnerstag-Klubs super.»

Zurzeit hat Aegerter jedoch Entzugserscheinungen: «Jetzt bin ich schon seit gut einem Monat nicht mehr auf dem Motorrad gesessen.» Trotzdem muss sich das Nachwuchstalent noch etwas gedulden, denn erst Mitte Januar gehe es wieder ab auf die Rennstrecke. Dafür hat der Oberaargauer genug Zeit, um es über die Festtage etwas ruhiger anzugehen. «Weihnachten werde ich sicher mit meiner Familie verbringen und etwas herunterfahren. Es ist eine schöne und besinnliche Zeit. Zudem gibt es gutes Essen, Geschenke und man hat die Liebsten um sich», so der sympathische Athlet. «Die Liebsten um sich haben», ein Luxus, den Aegerter nicht immer hat. «Durch meine Sportart komme ich viel herum, klar, das ist toll, aber wirklich viel sehe ich von einem anderen Land nicht. Meine Eltern sind auch einige Male an die Rennen mitgereist. Überall, wo es möglich ist, unterstützen sie mich. Wenn sie nicht mit dabei sind, dann telefonieren wir oft.» Weiter fügt der Berner mit einem Lächeln hinzu: «Ich bin sehr zufrieden und ich kann stolz sagen, dass ich ein schönes Leben habe.» Auf die Frage, ob seine Eltern denn nie Angst um ihren Sohn hätten, meinte der leidenschaftliche Motorradfahrer lachend: «Ja, meine Mutter hat immer noch ein bisschen Angst, wenn ich auf den Töff steige. Aber das ist wahrscheinlich normal, und so sind wohl die meisten Mütter.»

Ziele für die neue Saison

Für das neue Jahr nimmt sich der Preisträger Folgendes vor: «Ich möchte auf jeden Fall meinen Podestplatz von Valencia bestätigen und in Zukunft regelmässig in die Top 7, vielleicht sogar in die Top 5 fahren. Und mein Traumziel für die Zukunft ist natürlich, dass ich eine Stärkeklasse aufsteigen kann und somit in der höchsten (Moto GP) mitfahren kann.»