Eishockey
Huttwiler Falke im Steigflug

Vieles hat sich bei den Huttwil Falcons geändert, aber eines bleibt vor der neuen 1.-Liga-Eishockeysaison gleich: Die Unteremmentaler zählen erneut zu den Favoriten auf den Gruppensieg.

Walter Ryser
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Die Falcons gelten als grosser Favorit in der Zentralschweizer Gruppe.

Die Falcons gelten als grosser Favorit in der Zentralschweizer Gruppe.

Trainer Alfred Bohren gibt sich vorsichtig optimistisch: «Ich spüre bei den Spielern den Willen, etwas Einzigartiges vollbringen zu wollen.»

Bei den Huttwil Falcons blieb im Sommer fast kein Stein auf dem andern. Elf Zuzüge und Abgänge verzeichnet das Kader im Hinblick auf die am Samstag auswärts bei Aufsteiger Basel-Kleinhüningen beginnende Meisterschaft.

Für Aussenstehende nicht ganz nachvollziehbar, wurden doch die Falcons letzte Saison Zentralschweizer Gruppensieger und spielten um den Amateur-Schweizer-Meister-Titel. Doch die Huttwiler geben sich damit nicht zufrieden, wollen auch in der kommenden Saison ein gewichtiges Wort bei der Vergabe dieses Titels mitreden. Trainer Alfred Bohren formuliert es so: «Wir wollen hier etwas Einzigartiges vollbringen.»

Junge bringen Energie

Aus diesem Grunde hat man versucht, das Kader zu ergänzen und zu optimieren. Die Mannschaft wurde verjüngt. Viele junge, talentierte Spieler fanden Aufnahme im Kader. «Wir verfügen über klar mehr Energie im Trainings- und Spielbetrieb», hat Bohren festgestellt. Auch sei die Identifikation der Spieler, ein richtiges Spitzenteam zu werden, grösser als in der Vergangenheit, glaubt der Falcons-Trainer.

Dafür fehle dem Team eine gewisse Routine. «Noch ist dieses Team weniger eingespielt und nicht so abgeklärt wie die letztjährige Equipe», betont Bohren. Diese Feststellung zwinge alle, hart an sich zu arbeiten, «damit das Team in den nächsten Monaten stabiler, solider und homogener wird.»

All dies ändert jedoch nichts daran, dass die Huttwiler vom ersten Spieltag an unter besonderer Beobachtung stehen werden. Denn aufgrund der getätigten Transfers gelten die Falcons in den Augen der Gegner, Fans und der Öffentlichkeit als grosser Favorit der Zentralschweizer Gruppe. Alfred Bohren lässt sich davon aber nicht beeindrucken. «Das ist vielmehr ein Kompliment, wenn alle auf uns schauen. Es wäre viel schlimmer, wenn uns niemand wahrnehmen würde.»

An den Erwartungen wachsen

Er wünsche sich, dass diese Rolle sein Team nicht hemme, sondern besser mache, erwähnt Bohren. «Wir sind uns bewusst, dass alle Gegner gegen uns bis in die Haarspitzen motiviert sein werden. Aber an solchen Herausforderungen kann ein Team wachsen.» Resultate könne man nicht planen, die erforderliche Leistung dagegen sehr wohl. «Erfolgreich zu spielen, erfordert, dass die Spieler gewisse Dinge auf dem Eis auch in Extremsituationen gut ausführen können. Wenn wir die Spieler so weit bringen, wird daraus ein schönes Resultat resultieren», ist der Falcons-Trainer überzeugt.