Handball
HTV Olten-Trainer Müller: «Sind wieder auf dem richtigen Weg»

Die Handballer der SG HV Olten sind in der Tabelle der 1. Liga auf einen Barrageplatz abgerutscht. Der Trainer Christian Müller ist darüber nicht weiter beunruhigt. Die Mannschaft befinde sich wieder auf Kurs, sagt er.

Adriana Gubler
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Mit dem HVO gehts aufwärts, ist sich Trainer Christian Müller sicher.

Mit dem HVO gehts aufwärts, ist sich Trainer Christian Müller sicher.

Neuerdings ist die SG HV Olten hellrot eingefärbt in der Tabelle der 1. Liga, Gruppe 2. Das Team von Christian Müller ist eine Partie vor Abschluss der Hinrunde auf einen Barrageplatz abgerutscht. Das stresst den Aargauer aber ganz und gar nicht. «In dieser Gruppe sind alle Mannschaften so nahe zusammen, dass ich mir über den momentanen zehnten Rang keine Sorgen mache.»

Die Zuversicht Müllers täuscht aber nicht darüber hinweg, dass es bei seiner SG HV Olten derzeit nicht ganz nach Wunsch läuft. Die Oltner haben in den vergangenen vier Partien gerade mal einen einzigen Punkt auf ihr Konto schaufeln können – in der Auswärtspartie gegen Malters (28:28). Paradoxerweise erreichten Müller und Co. ausgerechnet in diesem Spiel den absoluten Tiefpunkt. «Wir haben wirklich katastrophal gespielt», sagt der Trainer zu dieser Leistung.

Verletzungspech beim HVO

Danach folgten zuerst die diskussionslose Heimpleite gegen den TV Pratteln (22:31) und anschliessend die Auswärtsniederlage (26:29) gegen Muotathal. In diesen zwei Partien haben die Grünweissen aber bereits wieder einen besseren Eindruck hinterlassen, wie Müller findet. Er sagt sogar: «Wir haben das Tief überwunden. Gerade das Spiel in Muotathal hat gezeigt, dass wir wieder auf dem richtigen Weg sind. Das haben auch die Spieler realisiert.»

Was aber ist der Grund für das Zwischentief der SG HV Olten? «Uns fehlen die Führungsspieler. Spieler, die die Fäden ziehen und für Struktur im Angriff sorgen. Und dann würde uns auch einer wie Dimitrij Küttel gut tun. Er hat in der vergangenen Saison immer wieder einfache Tore aus der Distanz erzielen können», zieht Müller einen Vergleich zur Meisterschaft 2011/12, die der HV Olten am Ende auf dem ausgezeichneten dritten Tabellenrang abschliessen konnte.

Glück bringender Telefonanruf

Nicht gerade verschont wurden die Oltner zudem heuer von der Verletzungshexe. Tim Aufdenblatten fällt mit einer Fussverletzung längere Zeit aus, Tomislav Orsolic erlitt am vergangenen Samstag eine Schulterblessur, Sven Kaufmann ist angeschlagen und dessen Bruder Cyril wird wohl die ganze Saison auslassen müssen. Da kam Trainer Müller der Telefonanruf des Deutschen Ronny Graul gerade recht: Der gross gewachsene Linkshänder meldete sich vor wenigen Wochen für ein Training an – und trug in den Partien gegen Pratteln und Muotathal bereits das HVO-Dress. «Das ist natürlich ein absoluter Glücksfall, wenn so ein Spieler beim Verein anklopft», sagt Müller. Gegen Muotathal übernahm Graul denn auch einen wichtigen Part im Spiel der Oltner.

Kellerduell gegen Magden

Morgen Sonntag nun (16 Uhr, Giroud) können die Oltner im Kellerduell gegen den TV Magden dem heimischen Publikum zeigen, dass sie das Tief tatsächlich überwunden haben. «Ich erwarte von den Spielern eine konzentrierte, seriöse Leistung», sagt Müller, der dieser Partie zuversichtlich entgegenblickt. Und: «Für die Moral der Mannschaft wäre ein Sieg gegen Magden von grosser Bedeutung.» Der HVO hat es morgen selbst in der Hand, die Hinrunde mit einem Erfolgserlebnis beenden zu können.

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