Derendingen
Horriwiler hat gleich doppelten Einsatz am Silvester Cup

Quereinsteiger Markus Rhiner ist einer von knapp 300 Tennisspielern des Silvester Cups in Derendingen. Der 43-jährige Horriwiler startet in zwei Kategorien.

Fabio Baranzini
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Stilstudie von Hobbytennisspieler Markus Rhiner. zvg

Stilstudie von Hobbytennisspieler Markus Rhiner. zvg

Wenn es um Sport geht, ist der Ehrgeiz von Markus Rhiner geweckt. Einfach nur zum Spass Sport treiben, geht beim 43-jährigen Horriwiler nicht lange gut. «Natürlich bereitet mir der Sport Freude, aber relativ bald will ich mich mit anderen messen», so Rhiner, der sich selbst als Wettkampftypen bezeichnet.

Es überrascht daher nicht, dass der passionierte Hobbytennisspieler am heute beginnenden Silvester Cup in Derendingen gleich in zwei Kategorien an den Start geht – bei den Aktiven und bei den Jungsenioren. Und das, obwohl es in beiden Kategorien ein Trosttableau gibt und er damit an diesem Wochenende im Minimum vier Matches bestreiten wird.

«Ich spiele noch nicht lange Tennis und daher fehlt mir die Wettkampferfahrung. Deshalb ist es ideal, wenn ich viele Matches bestreiten kann. Während des Turniers wird das körperlich kein Problem sein, aber am Montagmorgen werde ich es dann wohl bereuen, wenn ich nicht mehr ganz gerade laufen kann», sagt Rhiner lachend.

Erfolge im Schwimmen

Dass der zweifache Familienvater ohne weiteres vier oder noch mehr Tennismatches an einem Wochenende spielen kann, hat er seiner Vergangenheit als Ausdauersportler zu verdanken. Seine ersten Wettkampferfahrungen hat Rhiner als Schwimmer gesammelt.

Vom Hobbyspieler bis zum Profi

Bei der 39. Ausgabe des Silvester Cups sind beinahe 300 Tennisspielerinnen und Tennisspieler am Start. Am heute beginnenden ersten Wochenende werden acht Konkurrenzen ausgetragen. Vom 26. bis 31. Dezember folgen noch 18 weitere, die meisten davon mit einem Trosttableau für die Erstrundenverlierer. «Ich glaube, das ist mit ein wichtiger Grund, weshalb das Turnier gerade bei den Hobbyspielern so beliebt ist», sagt Turnierleiterin Monica De Lenart, die den Silvester Cup in diesem Jahr zum 12. und letzten Mal organisiert. Das sportliche Highlight des 39. Silvester Cups wird das traditionelle N-Turnier sein, das am 29. Dezember beginnt und auch in diesem Jahr wieder namhafte Tenniscracks aus der ganzen Schweiz anlockt – darunter auch einige Profispieler. (fba)

Während 15 Jahren hat er diesen Sport sehr intensiv betrieben. Nahezu täglich zog er seine Bahnen durch das Schwimmbecken und feierte grosse Erfolge. Zwei Mal wurde er Junioren- Schweizer-Meister und gehörte in den 90er-Jahren zu den besten zehn Brustschwimmern der Schweiz. Mit 26 Jahren beendete er dann seine Aktivkarriere. «In diesem Alter erreichst du als Schwimmer deinen Zenit», blickt Rhiner zurück.

Danach konzentrierte er sich auf seine Ausbildung. Sechs Jahre lang trieb er kaum mehr Sport, ehe er den Triathlon für sich entdeckte. Und auch in dieser neuen Sportart ging Markus Rhiner sehr ambitioniert ans Werk. Drei Mal absolvierte er den Ironman Zürich und stellte mit 9 Stunden 50 Minuten eine mehr als beachtliche Bestzeit auf.

Wettkampfdebüt am Silvester Cup

In der Folge stand aber wieder die berufliche Karriere im Vordergrund. Markus Rhiner stellte den Sport hinten an und absolvierte die Ausbildung zum Experten in Rechnungslegung und Controlling. Heute arbeitet er als Finanzverantwortlicher der Firma Hüsler Nest AG in Oberbipp, ist verheiratet und hat zwei Töchter (2,5 und 4,5 Jahre alt).

Obwohl neben Familie und Beruf nicht mehr allzu viel Zeit bleibt, hat Rhiner das Wettkampffieber wieder gepackt. Er suchte nach einer neuen sportlichen Herausforderung und blieb beim Tennissport hängen. «Ich habe schon früher immer mal wieder zum Racket gegriffen, aber nie regelmässig gespielt. Mit 40 habe ich mich dann entschieden, meine erste Tennisstunde zu buchen», erzählt Rhiner.

Seit fast vier Jahren steht Markus Rhiner zwei bis drei Mal pro Woche auf dem Tennisplatz im Sportcenter Derendingen und feilt mit Trainerin Monica De Lenart an seinem Spiel. Sein erstes offizielles Tennisspiel bestritt er am Silvester Cup 2013. In diesem Jahr nimmt er zum dritten Mal teil. «Das ist quasi mein Heimturnier. Die ausgeschriebenen Kategorien passen super, das Turnier ist direkt vor meiner Haustür und so können meine Töchter auch mal ein Match von mir schauen», freut sich Rhiner. Die diesjährige Teilnahme am Silvester Cup dürfte also nicht seine letzte sein.