Hornussen
Hornussergesellschaft Zuchwil verpasst Saisonziel knapp

Mit der Titelverteidigung durch Höchstetten ging am Samstag die Schweizermeisterschaft der Hornusser zu Ende. Zuchwil hat als beste Solothurner Mannschaft das Saisonziel mit Platz 5 ganz knapp verpasst.

Armin Leuenberger
Drucken
Teilen
Schlussrang 5 für Urs Siegenthaler (Bild) und seine Zuchwiler Klubkollegen.
5 Bilder
Roland Rohrer, HG Zuchwil
Marc Liechti, HG Zuchwil
Thomas Keller, HG Zuchwil
Hornussergesellschaft Zuchwil verpasst Saisonziel knapp

Schlussrang 5 für Urs Siegenthaler (Bild) und seine Zuchwiler Klubkollegen.

Marcel Bieri

Vor der Saison hat Robert Kurt, Präsident der Hornussergesellschaft Zuchwil, das Ziel für die Schweizermeisterschaft in der Nationalliga A wie folgt skizziert: «Im Ries ohne Nummer bleiben und ein Platz unter den vier besten Mannschaften». Das Primärziel wurde mit Fleiss und hoher Konzentration im Abtun erreicht, Platz vier als Team aber ganz knapp nicht geschafft. Vor der Sonne stand den Solothurnern die Mannschaft aus Lyss, gegen welche man in der Direktbegegnung um einen winzigen Punkt verlor, und dadurch mit Platz vier – wie im Vorjahr – Vorlieb nehmen musste. Den Spitzenkampf gegen Wasen-Lugenbach, den Vize-Meister aus dem Vorjahr verlor man wegen zwei Nuller Streichen nur ganz knapp.

Neben Zuchwil kämpften mit Recherswil-Kriegstetten und Gerlafingen-Zielebach zwei weitere Solothurner Mannschaften in der Nationalliga A um Punkte. Recherswil-Kriegstetten, vor zwei Jahren noch stolzer Schweizermeister, musste sich diese Saison mit Rang 7 begnügen. Neben einer starken Schlagleistung mussten sich die Wasserämter diese Saison drei Nummern schreiben lassen. Auf Platz 11 landete Gerlafingen-Zielebach, das in den 15 Meisterschafts-Begegnungen zwar ebenfalls mit einer starken Schlagleistung aufwartete, aber insgesamt fünf Nummern kassierte.

4000 Fronarbeit-Stunden

Die in dieser Saison beste Solothurner Hornusser Gesellschaft blickt auf drei schwierige Jahre zurück. Einigen Abgängen vor drei Jahren folgte im Juni 2012, hervorgerufen durch einen Glimmbrand an der Hauswand ein Feuer, welches das Klubhaus in Zuchwil vollständig zerstörte. Vor einem Jahr hat man die Eidgenössische Delegiertenversammlung organisiert und gleichzeitig in über 4000 Fronarbeit-Stunden ein modernes, neusten Anforderungen entsprechendes neues Klubhaus erstellt.

Dazu kam im Vorjahr erstmals das nicht wenig Staub aufwirbelnden erste Red-Bull Hornussen. «Künftig wollen wir uns wieder voll und ganz auf das Hornussen konzentrieren», so Robert Kurt. Er denkt dabei insbesondere auch an die erfolgreiche und sorgfältig aufgebaute Nachwuchsabteilung. Hier warf man den Zuchwilern lange Zeit nicht ganz zu Unrecht, Untätigkeit vor. Heute verfügt man über die stolze Zahl von 13 Junghornusser, darunter erfreulicherweise auch zwei Mädchen. Der Schweizermeister der Jahre 1993, 1994 und 1996 und mehrfache Eidgenössische Festsieger ist also auf gutem Wege.

Aktuelle Nachrichten