Der Schützenmatt Cup erfreut sich in diesem Jahr einer extrem grossen Beliebtheit. Bereits am letzten Wochenende standen weit über 100 Spielerinnen und Spieler im Einsatz, die entweder in den Juniorenkategorien um den Sieg gekämpft haben oder versuchten, sich via Qualifikation einen Platz im Hauptfeld vom kommenden Wochenende zu ergattern.

«Wir hatten enorm viele Teilnehmer und sind damit an unsere Grenzen gestossen. Am Samstag dauerten die Spiele bis 23:30 Uhr. Fürs nächste Jahr müssen wir uns überlegen, wie wir die vielen Matches besser verteilen können», so Turnierleiter Peter Zumstein. «Das Spielniveau und die Atmosphäre auf der Anlage des TC Schützenmatt waren aber das ganze Wochenende über super.»

Vorjahressiegerin Nina Alibalic.

Vorjahressiegerin Nina Alibalic.

Das wird auch am nächsten Wochenende so bleiben, denn eines ist klar: Vom Freitag bis Sonntag wird auf der Anlage des TC Schützenmatt Tennis der Extraklasse geboten. Sowohl die Hauptkonkurrenz der Männer als auch jene der Frauen ist extrem gut besetzt. «Nicht nur das Spielniveau ist grossartig, sondern auch das Interesse der Spieler. Bei den Männern mussten wir acht Teilnehmer auf die Warteliste setzen, weil wir nicht mehr als 32 aufnehmen können», so Zumstein.

Vier N1-Spieler

Angeführt wird das Teilnehmerfeld bei den Männern von Yann Marti (N1, 4) und dem Deutschen Peter Torebko (N1, 4). Mit Ignasi Villacampa-Rosés (N1, 8) und dem Franzosen Laurent Rochette (N1, 9) sind gleich noch zwei weitere Spieler mit dabei, die zu den Top 10 der Schweizer Rangliste zählen.

Dies hat zur Folge, dass der beste regionale Spieler – der Grenchner Vullnet Tashi – als Nummer 23 der Schweiz voraussichtlich nicht in der Setzliste der besten acht Spieler geführt wird.

Yann Marti.

Yann Marti.

Dasselbe gilt für den ehemaligen Top-300-Spieler Alexander Sadecky, der sogar einmal für das Schweizer Davis Cup Team aufgeboten wurde. Ebenfalls im Tableau sind einige vielversprechende Nachwuchstalente, die aber wohl einen schweren Stand haben werden angesichts der starken Gegner.

Harte Konkurrenz für Sadikovic

Bei den Frauen ist das Teilnehmerfeld weniger dicht besetzt als bei den Männern, aber das Spielniveau ist deswegen nicht weniger hoch. Topfavoritin ist die 28-jährige Aargauerin Amra Sadikovic (N1, 5), die sich im vergangenen Jahr für das Hauptfeld von Wimbledon qualifizieren konnte und dort auf dem Center Court gegen Serena Williams antreten durfte.

Diana Marcinkevica

Diana Marcinkevica

Mittlerweile ist Sadikovic in der Weltrangliste einige Positionen abgerutscht und wird aktuell noch auf Rang 267 geführt. Im Kampf um den Titel ist die Lettin Diana Marcinkevica, aktuell die Weltnummer 316, ihre stärkste Gegnerin. Die beiden haben beim Turnier auf der Lenzerheide Ende Juni gegeneinander gespielt. Damals konnte sich Sadikovic knapp durchsetzen. Ebenfalls mit dabei ist Vorjahressiegerin Nina Alibalic. Sie ist an Nummer drei gesetzt.