Spannender hätte die Ausgangslage vor der zweiten Runde nicht sein können: Nachdem die beiden ersten Aufstiegsspiele 1:1 geendet hatten, durften sich alle vier Teams dieselbe Chance ausrechnen. Gleichzeitig bedeutete dies sowohl für Croatia Solothurn als auch für Deitingen, dass verlieren verboten war. Entsprechend vorsichtig begannen beide Seiten.

Als souveräner Gruppensieger war Deitingen der Favorit – und wurde dieser Rolle nach und nach auch gerecht. Die ersten Chancen boten sich nach Steilzuspielen, weil die Verteidiger der Kroaten mit der Geschwindigkeit der jungen Wasserämter Mühe bekundeten. So kamen die Wasserämter zu drei, vier Chancen, aber am Ende fehlte immer das letzte Detail zum Erfolg.

Effektive Kroaten

Nach 25 Minuten hatte auch Croatia ins Spiel gefunden. Zum Abschluss der ersten Druckphase mit guten Kombinationen erzielte Marinko Zizak das 1:0. Deitingen reagierte sofort und gab seine defensive Grundhaltung auf, indem mit dem routinierten Spielmacher Raphael Stalder das Offensivpotenzial erhöht wurde. Das Geschehen verlagerte sich wieder rund um den Strafraum der Solothurner Platzherren.

Kaum hatte der Match nach der Pause wieder begonnen, erhöhte Croatia Solothurn durch Ivan Stjepanovic auf 2:0. Es war die zweite Torchance und der zweite Treffer für das Heimteam. Nun war der FC Deitingen richtig gefordert und musste angreifen. Doch das ist gar nicht so einfach, wenn der Gegner sein Fünfmann-Mittelfeld ein paar Meter zurückzieht.

Plötzlich war der Raum für Tempovorstösse nicht mehr vorhanden. So rannten die Orangen gegen eine blaue Wand an und es schauten nur einige Eckbälle heraus, die nichts einbrachten. Das Team von Trainer Erich Hert war insgesamt zu leicht zu durchschauen.

So war es ein Dutzendfoul an der Mittellinie, welches zehn Minuten vor dem Schlusspfiff den Anschlusstreffer einleitete. Felix Barrer schlug den Freistoss hoch in den Strafraum, wo David Flury goldrichtig stand. Dieser Treffer leitete ein letztes Feuerwerk des FC Deitingen ein, mit Glanzparaden von HNK-Goalie Ivan Kristic und einem Deitinger Pfostenschuss ein.

Am Resultat änderte sich aber nichts mehr. Mit dem 2:1-Sieg hat Croatia bereits einen Fuss in der Solothurner 2. Liga. Entsprechend gross war der Jubel unter den sehr vielen Zuschauern auf dem Mittleren Brühl, die sich diesen beidseits sehr fair geführten Match angeschaut hatten.

Aber ist diese Mannschaft bereit für höhere Aufgaben? Captain Mihael Petrovic, der das Team nach der Sommerpause als Trainer übernehmen wird, zeigte sich auch in der Stunde des Jubels realistisch: «Wir müssten viel besser trainieren, im Augenblick sind wir nicht wirklich fit für einen Aufstieg.»

Wieder ein Unentschieden

Das zweite Spiel zwischen dem FC Kestenholz und Oltens «Zwöi» endete so wie die beiden Partien der Startrunde: mit einem 1:1-Unentschieden. In der ersten Halbzeit war der Stadtklub klar spielbestimmend, geriet aber in der 41. Minute aufgrund eines kapitalen Aussetzers in Rücklage.

Kestenholz’ Captain Lukas Hauri luchste Oltens letztem Mann Gianfranco Vinci den Ball ab, scheiterte danach mit dem ersten Abschluss noch an Goalie Benedict Büttiker, konnte aber den Abpraller ins leere Tor einschieben.

Noch vor dem Seitenwechsel machte der Oltner Innenverteidiger seinen Fehler aber wieder gut. Vinci traf in der 44. Minute nach einem Freistoss per Kopfball über FCK-Goalie Oliver Kaufmann hinweg. Die zweite Halbzeit verlief ausgeglichener. Die Oltner bauten merklich ab, die Gastgeber konnten phasenweise das Spieldiktat übernehmen.

In beiden Strafräumen gab es zwar noch heisse Szenen, klare Torchancen waren indes Mangelware. In der Nachspielzeit konnten sich die Oltner beim Unparteiischen bedanken, dass es nach dem Alleingang von Fabian von Arx, welcher unsanft gestoppt wurde, keinen Penaltypfiff gab. In der abschliessenden Runde vom Freitag kommt der FC Kestenholz zu seinem zweiten Heimspiel – gegen Croatia, Olten gastiert in Deitingen.