Eishockey

Heute will es Tim Weber für die Langenthaler richten

Wie der Vater so der Sohn: Am Sonntag spielte Tim Weber (l.) im SCL-Dress, vor 19 Jahren lief noch sein Vater Peter in denselben Farben auf.

Wie der Vater so der Sohn: Am Sonntag spielte Tim Weber (l.) im SCL-Dress, vor 19 Jahren lief noch sein Vater Peter in denselben Farben auf.

Der Vater von SC Langenthal-Spieler Tim Weber scheiterte vor 19 Jahren am HC La Chaux-de-Fonds. Sein Sohn möchte es ihm nicht gleich machen und gibt deshalb heute Abend alles für einen Langenthaler Sieg.

Im Jahr 1993 scheiterte Peter Weber mit dem SC Langenthal an La Chaux-de-Fonds mit 0:2 – 2012 tat es ihm Tim Weber gleich. «Ich kann mich noch gut erinnern. Es war in den Aufstiegsspielen vor 4700 Zuschauern. Schon damals war es eine super Stimmung in der Mélèzes», erzählt Peter Weber, ehemaliger SCL-Stürmer und heutiger EVZ-Novizentrainer.

Der heute 51-Jährige erzählt von einem Auftritt des SC Langenthal in den Aufstiegsspielen für die Nationalliga B. 19 Jahre später steht sein Sohn Tim an einer ähnlichen Stelle. In den Playoff-Halbfinals spielt er mit dem SC Langenthal gegen den HC La Chaux-de-Fonds.

«Wir haben mit 0:2 verloren. Ich weiss aber noch gut, dass wir die Partie für uns hätten entscheiden müssen. Nach diesem Spiel waren für uns die Aufstiegsspiele vorbei, der Aufstieg wurde nicht realisiert», so Peter Weber. Mit einem Sieg hätte es damals gereicht aufzusteigen; in der Folge stiegen aber Chaux-de-Fonds und GC auf.

Spezielles Augenmerk

Sohn Tim, der heute im Trikot des SC Langenthal spielt, bestreitet zwar keine Aufstiegsspiele gegen den HCC, verlor am letzten Sonntag aber ebenfalls mit 0:2 gegen die Neuenburger. «Ich habe gewusst, dass mein Vater bereits hier gespielt hat. Ich habe bei mir zu Hause noch ein ganz kleines Leibchen vom SC Langenthal mit dem alten Logo drauf. Als ich das erhielt war ich wohl zwei Jahre alt», erinnert sich Weber Junior.

Nicht nur das Logo hat sich in Zwischenzeit geändert. «Es wurde alles viel professioneller. Dazu kommt, dass beide Teams zwei Ausländer haben und es in physischen Belangen härter geworden ist», erklärt Vater Weber.

Aber eine Parallele lässt sich doch noch finden: «Irgendwie war die Begegnung ähnlich wie am Sonntag.» In solchen Partien fiebere man als Vater schon mit. «Ich kann mich aber schon ruhig hinsetzen und das Spiel anschauen. Zudem schaue ich aus der Perspektive eines Trainers noch einmal anders hin», erklärt Peter Weber. Sobald sein Sohn aber auf dem Eis stehe, sei das Augenmerk schon immer wieder speziell auf ihn gerichtet.

«Langenthal ist ein guter Club»

Während der eine Weber die Niederlage nicht mehr gut machen kann, kann es der andere Weber heute Dienstag noch richten. Dass sein Vater bereits beim SC Langenthal gespielt hat, beeinflusste Tim Weber in seiner Entscheidung zum SCL zu wechseln nicht. «Das war mein Entscheid. Langenthal ist ein guter Klub, deshalb hat es mich hierhin gezogen», so der Stürmer.

Trotzdem werde untereinander ab und zu ein Wort über Eishockey gesprochen. «Aber es gibt ja nicht nur Eishockey», schmunzelt Vater Weber. Beispielsweise sei er heute auch nicht mit von der Partie. Heute, wenn sich der SCL mit einem Sieg gegen La Chaux-de-Fonds für den Final qualifizieren kann. «Es wird sicher eine energievolle Partie geben, bei der noch mehr auf den Körper gespielt wird. Geschenkt wird einem in dieser Partie sicherlich nichts», ist Tim Weber überzeugt. Wie der Vater so der Sohn.

Verfolgen Sie die Partie live bei uns auf www.langenthalertagblatt.ch

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