Fussball 1. Liga
Herber Rückschlag für Solothurn: 0:2-Niederlage zum Auftakt der Rückrunde gegen den SC Buochs

Zum Start der Rückrunde empfing der FC Solothurn den SC Buochs, der auf dem achten Tabellenplatz weilt. Die Solothurner, die fünf Plätze weiter vorne anzutreffen sind, ist das Ziel klar: 3 Punkte. Dieses Ziel wurde mit einer 0:2-Niederlage jedoch klar verfehlt.

Pius Rüegger
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Der FC Solothurn verlor das erste Spiel der Rückrunde. Im Bild: Stürmer Loic Chatton (r.), der aufgrund einer Verletzung nicht im Aufgebot stand.

Der FC Solothurn verlor das erste Spiel der Rückrunde. Im Bild: Stürmer Loic Chatton (r.), der aufgrund einer Verletzung nicht im Aufgebot stand.

Jürg Naegeli

Die Wiederaufnahme des Spielbetriebs nach der Winterpause mit der zweiten Rückrundenpartie haben sich die Solothurner zweifellos anders vorgestellt. Anstatt mit einer möglichen komfortablen 3:0-Führung in die Pause zu gehen, mussten sie den Nidwaldnern völlig unnötig in der 44. Minute das 0:1 zugestehen.

«Meine Spieler hatten wohl das Gefühl, uns kann nichts passieren, da Buochs bisher sehr harmlos war», sagte FCS-Trainer Hans-Peter «Bidu» Zaugg zu dieser Szene. Buochs-Captain Lambert schoss, Jeffrey Grosjean wehrte ab, doch den Nachschuss verwertete Tanushaj ohne zu zögern.

Fleury vergibt Penalty

Weil die Platzherren nach zerfahrenem Beginn die Effizienz vermissen liessen und drei beste Chancen vergaben, mussten sie schliesslich büssen. Hunziker scheiterte mit seinem Nachschuss nach Fleury-Freistoss (24.) ebenso wie Bisevac am heraus eilenden Blättler (34.) wie Fleury mit seinem vergebenen Penalty, den der Innerschweizer Schlussmann in Corner abzulenken vermochte (36).

Tanushaj war es, der Hunziker im eigenen Strafraum zu Fall brachte. «Wir müssen mindestens 3:0 führen, deshalb ist diese Niederlage bitter und logisch ein Rückschlag», kommentierte Zaugg.

Solothurns Wechsel ohne Wirkung

Der zweite Gästetreffer in der 68. Minute war dann des Guten zuviel. Links kam Tanushaj zum Flanken und Bucheli brauchte in der Mitte nur noch abzulenken. «Dieses Tor war sehr komisch und auch nicht zwingend», so der FCS-Trainer. Gegen die solide verteidigenden Buochser fanden die Einheimischen keine Mittel, am Resultat noch etwas zu ändern.

«Die Wechsel brachten nicht die Wirkung, die ich erhofft habe», musste Zaugg zugestehen. Danach schufen sich die Ambassadoren keine Möglichkeiten mehr. Ein Spielfluss kam nicht auf. Die Torfolge spielte den Besuchern in die Karten und stärkte sie. Den Solothurnern gelang nichts mehr. Sie machten nicht den Anschein, zwingend reagieren zu können. Dazu kostete das Terrain viel Kraft, um die robusten Nidwaldner gefährden zu können.

Trotzdem war Solothurns Trainer mit der Auftritt während der ersten Spielstunde sehr zufrieden und blieb in seiner Beurteilung positiv: «Die Leistung bis eine Viertelstunde, zwanzig Minuten in der zweiten Halbzeit stimmt mich zuversichtlich und durch den 2:1-Sieg Münsingens in Baden ist die Spitze noch enger zusammen gerückt.»

Trotzdem waren die zwei Schocks mit den beiden Gegentoren zuviel für seine Truppe. Ein Aufbäumen wurde vermisst. Dies verhinderte aber auch ein Gast, der die ihm unerwartet zuteil gewordenen Vorteile annahm und in seine Taktik erfolgreich einzubauen vermochte.

Telegramm

Solothurn – Buochs 0:2 (0:1)

Stadion. – 300 Zuschauer. – SR Rogalla. – Tore: 44. Tanushaj; 68. Bucheli 0:2.

Solothurn: Jeffrey Grosjean; Kohler, Hasanovic, Waylon Grosjean, Anderegg (77. Dembélé); Fleury, Nastoski (62. Koch); Schrittwieser, Stauffer, Hunziker; Bisevac (62. Zayas).

Buochs: Blättler; Fabian Nickel, Diethelm, Schrecker (89. Knezevic), Tobias Nickel; Käch; Tanushaj (73. Haxhimurati), Schilling, Haldi; Lambert (79. Schuler), Bucheli.

Bemerkungen: So­lo­thurn ohne Chatton, Veronica (beide verletzt), Du Buisson (Militär)und Russo (Junioren). – 36. Blätter wehrt Foulpenalty von Fleury in Corner. – Ver­war­nun­gen: 16. Schrecker, 39. Blätter (beide Foul), 39. Diethelm (Reklamieren). – Eck­bälle 3:1 (3:0).

Das Spiel zum Nachlesen im Liveticker von Pius Rüegger: