Faustball
Heimrunde war eine Nullpunkte-Runde für Neuendörfer Faustballer

Die Faustballer aus Neuendorf taten sich in der Heimrunde schwer. Das Team muss gegen Oberentfelden und Jona zwei bittere Niederlagen hinnehmen.

Oivier Winistörfer
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Stefan Fuhrer setzt zum Schmetterball an.

Stefan Fuhrer setzt zum Schmetterball an.

roland jaus

Die Saison startete unter einem guten Stern für die NLA-Faustballer aus Neuendorf. Gleich beide Spiele der Startrunde konnten die Gäuer für sich entscheiden. Gegen die Gastgeber und den Aufsteiger aus Rickenbach-Wilen setzte sich FB Neuendorf anlässlich der Auftaktrunde durch.

Gegen Vordemwald setzte es damals sogar einen 3:1-Erfolg ab. Und dies, obwohl Nicolas Welter in dieser Partie nach nur wenigen Spielzügen mit einer Schulterverletzung ins Spital gebracht werden musste. Angesichts dieser beiden Erfolge waren die Neuendörfer vor der Heimrunde in der vorderen Ranglistenregion zu Hause.

Die Hoffnungen, dass das Team von Thomas Rüegsegger auch an der Heimrunde noch auf der positiven Welle schwimmen würde, waren also berechtigt. Doch die Solothurner taten sich schwer vor dem eigenen Publikum. In der ersten Partie gegen Oberentfelden konnte vor allem Marc Flück mit seinen starken Aufschlägen, die oft direkt zu einem Punktgewinn führten, positive Zeichen setzen. Schliesslich jedoch schlichen sich im ganzen Team immer wieder Ungenauigkeiten ein, welche das Pass- und Aufbauspiel beeinträchtigten und zu oft zu unnötigen Fehlern führten.

Die Neuendörfer bewiesen allerdings grosse Moral und konnten nach einem 1:2-Rückstand nach Sätzen ausgleichen, verloren aber im finalen Satz mit 10:12. Dies, nachdem sie drei Satzbälle abwehrten und auf 10:10 ausgeglichen hatten. Die entscheidenden Punkte zuungunsten der Neuendörfer fielen auch in diesem entscheidenden Satz durch individuelle Fehler, welche durch die Teammoral nicht gänzlich ausgemerzt werden konnten. So mussten die Gäuer eine bittere Niederlage hinnehmen. «Da der Sieg so lange in Reichweite lag, schmerzt diese Niederlage natürlich sehr», meinte Marc Flück enttäuscht.

In der zweiten Partie wollten die Gastgeber beweisen, dass es besser geht, und zumindest noch zwei Punkte aus der Heimrunde ergattern. Mit Jona wartete allerdings der Angstgegner. «Jona ist für uns oft ein unbequemer Gegner. Dies liegt aber nicht an ihnen, sondern eher an uns. Wir spielten in der Vergangenheit oft schlecht gegen dieses Team. Dieses Gefühl steckte scheinbar immer noch in den Köpfen», resümierte Trainer Thomas Rüegsegger.

Dieses mentale Phänomen zeigte sich in allen drei Sätzen der Partie. Die Solothurner hielten mit den Gästen mit und konnten zeitweise in Führung gehen, hatten dann aber zum Teil grosse Black-outs ab der Satzhälfte. So zog Jona jeweils davon.

Marc Flück war dementsprechend enttäuscht: «Der letzte Wille fehlte bei uns. Wir müssen nun konsequenter werden und dürfen uns nicht so leicht einschüchtern lassen.» Auch Thomas Rüegsegger will nun mit seiner Mannschaft arbeiten, damit das Ziel, die Runde der Final5, welche in diesem Jahr in Neuendorf stattfinden wird, erreicht werden kann: «Es war wohl noch nie so schwer, in die Final5 zu kommen, wie in diesem Jahr. Wir wollen den Verein aber weiter nach vorne bringen und an diesem Heimturnier dabei sein. Dafür müssen wir nun weiter lernen und konzentrierter spielen.»