Volleyball NLA

Heimpleite im Spitzenkampf für Volley Schönenwerd

Nach drei Siegen zum Start verliert Volley Schönenwerd das Topspiel gegen Amriswil diskussionslos mit 0:3 Sätzen.

Geknickte Gesichter bei Volley Schönenwerd. Nach Spielschluss sassen die Schönenwerder Spieler noch einige Minuten enttäuscht auf der Auswechselbank, ehe sie den Gang in die Kabine antraten. Der Frust war gross, nachdem das Spitzenspiel gegen NLA-Leader Amriswil deutlich mit 0:3 verloren ging.
Dabei nahmen sich die Solothurner einiges vor für den ersten Härtetest der laufenden Spielzeit. Mit einem Sieg gegen die Thurgauer hätte Volley Schönenwerd die Tabellenführung erobern können. Nun gilt es, die Wunden zu lecken und in den nächsten Spielen den Anschluss an die Tabellenspitze zu wahren.

In der abgelaufenen Saison waren die beiden Mannschaften das Mass der Dinge im Schweizer Männer-Volleyball. Sie belegten die beiden ersten Plätze in der Qualifikation und standen beim Saisonabbruch im Frühjahr beide im Halbfinal und hatten den Final fest im Blick.

Auch in dieser Saison machten Schönenwerd und Amriswil dort weiter, wo sie vor dem Lockdown aufgehört hatten. Beide Teams gingen mit einer Bilanz von drei Siegen aus drei Spielen in den Spitzenkampf, bei denen sie beide jeweils 9:2 Sätze gewinnen konnten. Auf dem Papier konnten die zahlreichen Zuschauer in der stimmungsgeladenen Betoncoupe Arena also ein ausgeglichenes Duell der beiden Volleyball-Schwergewichte erwarten. Die Startphase hielt dieses Versprechen dann auch ein. Schönenwerd begann die Begegnung druckvoll und konnte sich gleich ein kleines Polster von zwischenzeitlich drei Punkten herausspielen.

Je länger der Satz dauerte, desto mehr Unkonzentriertheiten schlichen sich jedoch im Spiel der Solothurner ein. Daran konnten auch die beiden Auszeiten von Trainer Bogdan Kotnik nichts ändern und der erste Satz ging mit 22:25 verloren. Es war ein bitterer Satzverlust für Schönenwerd, agierten sie doch während langer Zeit auf Augenhöhe mit dem Gast aus Amriswil. Diese liessen danach keine Zweifel daran aufkommen, wer an diesem Sonntagabend der Herr im Haus ist.

Vor dem Spiel erhofften sich noch einige Fans von Volley Schönenwerd, dass Amriswil im Verlauf der Partie einigen seiner Topspieler, darunter sechs ausländische Akteure, eine kleine Verschnaufpause gönnt. Die Thurgauer spielen diese Woche gegen die beiden Weltklasseteams Dynamo Moskau und Itas Trentino um den Einzug in die Gruppenphase der Champions League. Trainer Marko Klok sah das Duell gegen Schönenwerd jedoch als Generalprobe für die internationalen Spiele und setzte bis kurz vor Schluss auf alle seine Stammkräfte.

Diese zeigten im zweiten und dritten Satz, dass sie bereit sind für die kommenden Aufgaben. Angetrieben vom frenetischen Schönenwerder Publikum konnte Volley Schönenwerd phasenweise Paroli bieten, in der Summe waren die Thurgauer jedoch die abgeklärtere Truppe und konnten die sich häufenden Fehler bei Schönenwerd eiskalt ausnutzen. Am Ende setzten sich die Amriswiler im zweiten Satz souverän mit 25:17 durch und auch im dritten Durchgang agieren die Thurgauer zu abgeklärt und konnten am Ende auch diesen diskussionslos mit 25:18 für sich entscheiden.

Bei Volley Schönenwerd herrscht nach dem verlorenen Spitzenkampf Ernüchterung. Das Team von Bogdan Kotnik hat aber bereits am kommenden Wochenende die Möglichkeit, beim Heimspiel gegen den Lausanne UC wieder auf die Erfolgsspur zurückzufinden.

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