Schwingen

«Heimelig und authentisch» - so ist der Engelberg-Schwinget

Der Rumisberger Bruno Gisler könnte am Sonntag seinen dritten Sieg auf dem Engelberg ob Dulliken feiern.

Der Rumisberger Bruno Gisler könnte am Sonntag seinen dritten Sieg auf dem Engelberg ob Dulliken feiern.

Oberhalb von Dulliken findet am Sonntag zum neunten Mal der Engelberg-Schwinget statt. Vorjahressieger Bruno Gisler ist auch in der diesjährigen Ausgabe wieder der Favorit, dicht gefolgt von Patrick Räbmatter.

Der achte Engelberg-Schwinget musste im Vorjahr wegen Wetterkapriolen um eine Woche verschoben werden. Mit Verspätung triumphierte schliesslich Bruno Gisler vom Schwingklub Solothurn und Umgebung. Fast neun Minuten dauerte das Duell im Schlussgang gegen Stephan Studinger aus Däniken, welches Gisler mit einem Hüfter für sich entschied. «Ich wusste, dass ich der Favorit bin. Das Ziel muss dann natürlich sein, zu gewinnen», sagte der Eidgenosse nach seinem zweiten Erfolg auf dem Engelberg.

Auch Anton Felder, der OK-Präsident des Schwingfests im Niederamt, konnte trotz des Unwetters am ersten Wochenende doch noch ein positives Fazit ziehen. Er konnte sogar von Wetterglück sprechen: «Ich bin überrascht, dass wir trotz der Verschiebung 900 Zuschauer hatten.»

Perfekte Bedingungen am Sonntag

Am Sonntag findet der Engelberg-Schwinget zum neunten Mal statt. Als «kleinen, aber feinen Anlass auf der Juraanhöhe ob Dulliken, der bereits zur Tradition geworden ist», preist Anton Felder das Schwingfest an. Ein bewährtes Organisationskomitee sei im Niederamt am Werk: «Mit meinen Kolleginnen und Kollegen im OK und den weiteren Helferinnen und Helfern unternehmen wir alles, um auf dem Engelberg in herrlicher Umgebung eine schöne Festarena zu gestalten», sagt der Safenwiler.

Mit dem Wetter könnten die Veranstalter heuer Glück haben, die Bedingungen am Sonntag sollten perfekt sein. Lediglich bei den Aufbauarbeiten müsse man sich ein wenig nach den Gewittern richten, gibt Markus Felder, der im Organisationskomitee für den reibungslosen Ablauf des Wettkampfs zuständig ist, Auskunft.

Zwei Eidgenossen dabei

«Der grösste Teil der Aufbauarbeiten geht heute Mittwoch über die Bühne», so Markus Felder. Die Detailarbeit folgt dann am Freitagabend: Die Festküche einrichten, Beschriftungen und Kennzeichnungen vornehmen oder auch die Wege für die Zuschauerinnen und Zuschauer mittels Holzschnitzeln herrichten zum Beispiel. Schwierigkeiten habe es bis jetzt keine gegeben. «Es ist alles auf Kurs», freut sich Markus Felder. Für ihn zeichnet den Engelberg-Schwinget die ganz spezielle heimelige und authentische Atmosphäre aus.

Da es dieses Jahr Lebenpreise zu gewinnen gibt, stehe das Fest auch bei den Schwingern selbst hoch im Kurs. «Wir haben einen attraktiven Gabentempel, auch für die Jungschwinger», verspricht Felder. «Sie sollen etwas gewinnen, das sie nicht schon hundert Mal zu Hause herumstehen haben, das war unser Ziel.»

Gisler und Räbmatter an erster Stelle

Mit Vorjahressieger Bruno Gisler aus Rumisberg sowie Patrick Räbmatter aus Uerkheim, der 2015 auf dem Engelberg gewonnen hat, stehen am Sonntag zwei Eidgenossen im Sägemehl. Schliesslich wolle man nicht nur die schöne Umgebung auf dem Engelberg präsentieren, sondern auch guten Schwingsport bieten, unterstreicht Markus Felder. Auf einen Favoriten wollte sich der Wettkampfleiter indes nicht festlegen. Gisler und Räbmatter erwähnt er aber an erster Stelle. «Es sind aber auch noch ein Urs Hauri, der hier 2013 gewonnen hat, und diverse andere gute Schwinger am Start.»

2017 lockte das Schwingfest rund 900 Zuschauerinnen und Zuschauer auf den Engelberg. Wohlgemerkt am Ausweichtermin eine Woche später. «Der Engelberg-Schwinget war schon immer sehr gut besucht», blickt Markus Felder auf die vergangenen knapp zehn Jahre zurück. 2009 wurde dieser erstmals durchgeführt. Sieger war der Lokalmatador Matthias Studinger.

Die Besucherzahl wir dieses Jahr definitiv wieder in den viertstelligen Bereich hochgehen: «1200 Zuschauerinnen und Zuschauer wären sicher eine schöne Zahl für das Organisationskomitee. Da dieses Jahr mehr Nachwuchsschwinger als noch 2017 dabei sind, könnte es sogar noch mehr Besucher geben», hofft Felder. Auch für die Spontanen werde sich auf dem Engelberg sicher noch ein Plätzchen finden. Nebst Tribüne soll es auch unter den Bäumen wieder genug Sitzmöglichkeiten geben. «Wenn es nötig ist, könnten wir immer noch aufrüsten», sagt Felder.

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