„Wir hatten eine sehr gute, aber keine optimale Vorrunde“, hält Aziz Sayilir fest. Bei Halbzeit belegt der FCS Rang vier mit Sichtkontakt zur Spitze. Davon könne man sich in der heute gegen Kriens (16.00 Uhr) beginnenden Rückrunde jedoch nichts kaufen, sagt der FCS-Coach.

Freilich darf der 41-jährige schweiz-türikische Doppelbürger den Kicks, die da nun folgen optimistisch entgegenblicken. „Die Art und Weise wie wir seit Januar in den Vorbereitungsspielen auftreten gefällt mir“, sagt Sayilir. Einsatz und Engagement seiner Truppe würden passen. Geringfügige Abstriche macht der ambitioniert Trainer punkto Resultaten.

Gegen die Promotions-Liga-Teams Xamax (0:5), Basel U21 (0:3), Köniz (3:3), Breitenrain (0:2) und Delsberg (2:2) setzte es drei Niederlagen und zwei Unentschieden. „Mit Ausnahme des Xamax-Spiels konnten wir aber überall mithalten oder waren sogar die bessere Mannschaft.“

Bewusst starke Gegner

Die Verantwortlichen des FC Solothurn haben die Messlatte während der Vorsaison bewusst hoch gelegt. Getreu dem Motto: Von dem, was man noch nicht weiss, kann man am meisten lernen.  Sayilir: „Die Spieler können gegen solche Gegner sehen, was nötig ist und Ihnen noch fehlt, um einen Schritt weiterzukommen.“ Und weiterkommen wollen bei diesem FC Solothurn ja alle.

Allein festzustellen, dass man mit höherklassigen Gegnern mithalten könne, so der in Rothrist lebende FCS-Coach, stärke schon das Selbstvertrauen.  Das heisst nun derlei nicht, dass man beim FC Solothurn gnadenlos den Aufstieg anpeilt. Aber: Sollte man letztlich per “excusé“ doch in die Promotionsrunde stolpern, „dann sagen wir gewiss nicht nein.“

Selber schuld

Bis es allenfalls soweit ist wartet noch ein sehr hartes Stück Arbeit auf die junge und vis-à-vis der Vorrunde marginal veränderte FCS-Elf. Zum Auftakt der Rückrunde erwartet die Rot-Weissen heute mit Kriens kein Geringerer als der Leader. Zehn Mal in Folge haben die Luzerner zuletzt in der Meisterschaft gewonnen und nur zwei Matches überhaupt verloren. Eines davon gegen Solothurn. „Wer den Fehler macht uns zu unterschätzen ist selber schuld“, so Sayilir schmunzelnd. Hinzufügend, dass „wir die Fähigkeiten haben, gegen jeden Gruppengegner zu gewinnen“.

Im Ansinnen es den Peinigern von damals heimzuzahlen ist heute ein hoch motivierter SC Kriens im Stadion West zu erwarten. Ein SCK notabene, dessen Knallermann vom Dienst sprich 22-fache Torschütze der Hinrunde, Ridge Munsy, inzwischen für den FC Thun in der Super League kickt.  Die  Zutaten für ein unterhaltsames Spiel sind angerichtet.

Abgänge: Mattia Sasso (Zuchwil/3. Liga). Nikola Gataric (Kroatien). Aaron Seprisen (Grünstern-Ipsach/2.). Samuel David (Biberist/2.). – Zuzüge: Kevin Perez Lopo (C.F. Mandarzi, Spanien). Ugur Pozan, Cédric Rihs, Avdi Haljimi (alle aus eigenem Nachwuchs).