Am Samstag legte der HC Laupersdorf im Final-Hinspiel gegen die Rüschlikon Chiefs auswärts mit einem 8:4 vor. «Ich war mir ziemlich sicher, dass wir uns dieses Polster nicht mehr nehmen lassen», sagte Spielertrainer Michael Gerber. «Wir wussten aber, dass wir noch einmal genau gleich aufspielen mussten. Rüschlikon ist eine grosse und technisch gute Mannschaft.»
Im ersten Duell innert gut 24 Stunden führte Laupersdorf nach zehn Minuten mit 2:0.

Rüschlikon drehte das Skore bis zur 20. Minute in ein 3:2. Nicola Di Santo sorgte mit seinem zweiten von insgesamt vier Toren für einen ausgeglichenen Zwischenstand zur Pause. Nach dem Seitenwechsel trafen beide Teams kurz hintereinander, ehe die Thaler das Spiel mit vier Toren zwischen der 34. und der 40. Minute entschieden.

Sogar noch ein «Stängeli»

Am Sonntag im Kleinholz eröffneten wiederum die Laupersdörfer das Skore. Danach trafen Stefan Tschannen (3.), Michael Loosli (7.) und Andreas Ambühl (9.) für die Zürcher. Das Polster des HC Laupersdorf war damit auf zwei Tore geschrumpft. Zweifel kamen deshalb aber keine auf. «Wir haben ja nicht schlecht gespielt. Ich wusste, dass wir unsere Chancen noch bekommen», so Michael Gerber. Rüschlikon musste aufgrund der Hypothek aus dem Hinspiel von Anfang an anrennen. Das Pulver war dann aber schnell verschossen. In den nächsten knapp 35 Minuten der Partie jubelte nur noch der HC Laupersdorf. Dieser konnte das Spiel noch vor der Pausensirene wieder drehen. Zweimal traf Nicola Di Santo (14. und 23.) und einmal Dominik Brack (21.)

Rüschlikon scheiterte immer wieder am starken HCL-Goalie Sven Zürcher. Di Santo erhöhte derweil in der 34. Minute mit seinem dritten von vier Toren auf 5:3. In den vier Playoff-Spielen erzielte der 24-jährige Oltner beeindruckende 19 Skorerpunkte (16 Tore und 3 Assists). Nach dem 6:3 von Diego Schwarzenbach spielten die Rüschlikon Chiefs bereits ab der 35. Minute mit einem zusätzlichen Feldspieler statt des Torhüters. Dies nutzte Adrian Gerber mit einem Schuss über das ganze Feld. Spätestens jetzt war es ein Schaulaufen für den nun sechsfachen Schweizer Meister. Am Ende stand ein 11:4 auf der Anzeigetafel.

«Der Teamgeist macht es aus»

Der HC Laupersdorf ist richtiggehend durch die Saison marschiert. Michael Gerber sprach von einer fast perfekten Saison. Mit zwei kleinen Schönheitsfehlern in der Qualifikation: der Sieg «nur» nach Verlängerung gegen Rüschlikon und die Niederlage gegen Rüschlikon, die einzige in der gesamten Saison. Was macht die Thaler so stark? Der Spielertrainer lacht zuerst und überlegt. «Der Hauptgrund ist, dass wir einfach eine Mannschaft sind. Nicht zusammengewürfelt. Die meisten Spieler kennen sich schon eine Ewigkeit.» Jeder geht für den anderen, jeder hilft dem anderen. Zudem verfügt das Team über die nötigen Goalgetter und zwei ausgezeichnete Torhüter. «Aber am Ende macht es eben der Teamgeist aus.»

Im letzten Jahr musste sich der HCL den Titel hart erkämpfen, heuer dominierte er die gesamte Saison und durfte am Ende verdient den Pokal stemmen. «Es ist immer noch ein sehr spezielles Gefühl. Einfach wunderschön», frohlockte Michael Gerber. Gefeiert wurde anschliessend bis in die Morgenstunden im Pub Loch Ness in Laupersdorf. Zusammen mit dem NLB-Team sowie der 3. Mannschaft, welche in ihrer Liga ebenfalls im Final standen.