Fussball 1. Liga
Hausaufgaben gemacht – Solothurn holt verdienten Heimsieg

Nach dem peniblen 0:0 beim FC Bern hat der FC Solothurn seine Hausaufgaben gemacht. Gegen die ebenfalls nach vorne wie hinten ambitionslose U21-Equipe des FC Luzern präsentierte sich das Heimteam kämpferisch.

Pius Rüegger
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Der FC Solothurn (hier Loris Lüthi) gewann gegen Luzerns zweite Mannschaft. (Archivbild)

Der FC Solothurn (hier Loris Lüthi) gewann gegen Luzerns zweite Mannschaft. (Archivbild)

Marcel Bieri

Veronicas satter 20 Meter-Schuss in der 35. Minute entschied eine Partie auf Augenhöhe. Änderungen in der Startelf und auf den Positionen begleiteten diesen Auftritt. Gefordert wurde die Sayilir-Truppe bereits in der neunten Minute durch den Ausfall von Büchli mit muskulären Problemen am rechten Oberschenkel. „Es ist immer dumm, wenn man schon in den ersten zehn Minuten umstellen muss, aber uns hat das nicht viel ausgemacht“, sagte Sacha Stauffer. Er ging für den Ausgeschiedenen vom defensiven Mittelfeld in die Innenverteidigung zurück. Gegen die mit viel Tempo, flexibel und rascher Angriffsauslösung agierenden Leuchtenstädter war diese Stabilität wichtig. „Bei jungen Teams ist dies normal, wobei es uns gelungen ist, entgegen zu halten“, sagte Stauffer. Beide Teams liessen sich nicht viel Raum. Mit Pressing, Bewegung und Laufarbeit wurde versucht, die Vorteile in der zentralen Zone zu holen.

Veronicas «Golden Goal»

Spielentscheidend wurde die 35. Minute. Sülüngöz löste den Angriff aus. Disler sah Veronica 20 Meter vor dem Tor unbedrängt und legte auf ihn zurück. Der zukünftige Polymechaniker zögerte nicht lange und schloss mit sattem Schuss ab – 1:0. „Ich bin momentan nicht in Form, kam aber mit dem Gedanken, heute ein Tor zu machen“, sagte Veronica. „In diesem Moment wurde ich vom Gegenspieler alleine gelassen und ich habe gut getroffen“, freute sich der 20-Jährige. „Es war ein wunderschönes Erlebnis, dieses Tor zu machen, die Null zu halten und die drei Punkte mitzunehmen“, schob er nach. Eine erste Torchance erbot sich Appelt bereits in der siebten Minute. FCL-Torhüter Omlin spielte dem Brasil-Portugiesen den Ball direkt in die Füsse, doch dieser brachte es fertig, mit einem zaghaften Schüsschen das leere Tor zu verpassen.

Schlussdruck standgehalten

Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Solothurner den Druck. Sie standen defensiv viel höher. Trotz verbesserter Spielanlage blieben sie immer wieder im Luzerner Abwehrdispositiv hängen. Die Durchschlagskraft litt, weil die Lücke zu kompliziert statt gradlinig gesucht wurde. In den Schlussminuten geriet der Platzklub noch unter Druck. Die Zentralschweizer fanden sich mit einer Niederlage nicht ab und setzten nochmals zu. „Es ist normal bei diesem Resultat, dass wir in den letzten zehn Minuten in Bedrängnis kamen“, befand Stauffer. „Wir haben Glück gehabt, dass Luzern nicht sehr effektiv war und wir ihren Goalgetter Thali gut im Griff hatten“, ergänzte der FCS-Abwehrchef.

Matchtelegramm:

Solothurn – Luzern II 1:0 (1:0)

Stadion. – 300 Zuschauer. – SR Vetsch. – Tor: 35. Veronica 1:0.

Solothurn: Dedaj; Disler, Büchli (9. Karaboga, 87. Kara), Waylon Grosjean, Du Buisson; Sülüngöz, Stauffer; Hunziker, Veronica, Lüthi; Appelt (77.Osaj).

Luzern II: Omlin; Röthlisberger, Schmid, Riedweg (64. Ulrich), Aliti; Arnold; Oliveira (74. Bento), Haas, Kleiner; Bühler, Thali.

Bemerkungen: Solo­thurn ohne Kohler, Elezi, Pozan, Mertoglu (alle verletzt), Fleury (privat), Rihs (Junioren) und Meier (Aufbautraining). Luzern II ohne Nguyen, Sliskovic, Da Costa, Burkard und Voca (alle verletzt). – 9. Büchli mit muskulären Problemen am Oberschenkel ausgeschieden. – Ver­war­nun­gen: 31. Röthlisberger, 59. Schmid, 73. Aliti, 86. Veronica und 94. Du Buisson (alle Foul). – Eck­bälle 1:2 (0:1).