Curling

Haus voller Steine: CC Solothurn ist der Meister im Schach auf Eis

Das Siegerteam des CC Solothurn mit Daniel Jaggi, Thomas Lüthy, Beat Fischer und Skip Knud Niebu. Schläfli

Das Siegerteam des CC Solothurn mit Daniel Jaggi, Thomas Lüthy, Beat Fischer und Skip Knud Niebu. Schläfli

Bei den Finalspielen des 14. Ambassadoren-Turniers in Nennigkofen lagen nicht selten bis zu acht Steine im Haus und noch ein halbes Dutzend als Guard davor, und weil keiner «aufräumen» wollte, kam es auf allen drei Bahnen zu spektakulären Resultaten.

So probierte Stefan Pfäffli, Skip der gastgebenden Ambassadoren, dem Lokalrivalen vom CC Solothurn immer wieder unlösbare Aufgaben auf das Eis zu legen, um den Turniersieg vielleicht doch noch an sich zu reissen. Doch je verzwickter die Aufgaben wurden, umsomehr profitierte Knud Niebur, der das Ambassadoren-Turnier vor fünf Jahren schon einmal gewinnen konnte, von seinen 38 Jahren Erfahrung auf dem Sheet. «Wir mussten gewinnen, gerieten aber früh in Rückstand», erklärte Pfäffli seine Taktik, «da hatte ich keine andere Wahl als das Spiel kompliziert zu machen.» Der Schuss ging aber hinten hinaus, dann der CC Solothurn konnte sich in den beiden letzten Ends je ein Dreierhaus gutschreiben lassen, was zum klaren 13:3-Sieg führte.

Rein sportliche Rivalitäten

So gewann der CC Solothurn souverän mit dem Punktemaximum. «Ein Heimturnier zu gewinnen ist besonders schön», sagte am Ende Knud Niebur, «die Rivalität mit den Ambassadoren ist aber rein sportlich, die vier Solothurner Curlingvereine sind freundschaftlich verbunden.»

Auf den zweiten Platz stiess Stefan Schneiders «Frauenteam» AmbaWengi mit Karin Felder, Barbara Schneider und Marianne Dick vor, das gegen Longvalley rasch 5:1 in Führung gehen konnte. Als den Langenthalern im fünften End ein Dreierhaus gelang, wurde es nochmals spannend. Doch Skip Schneider liess sich nicht aus der Ruhe bringen und skorte noch dreimal je einen Stein. Um auf den dritten Platz vorzustossen, brauchte es für den CC Grenchen eine dramatische Wende. Das zweite Team des CC Solothurn konnte nämlich mit einem Dreierhaus im zweiten End in Führung gehen. Aber dann zeigte Skip Pierre Hug seine Klasse, indem er in den folgenden vier Ends zusammen acht Steine für Grenchen notieren liess.

Event sorgt für Auflockerung

Spielleiter Roger Zbären war mit dem Verlauf «seines» Ambassadoren-Turniers sehr zufrieden, schliesslich verzeichnete es mit 18 Teams eine Vollbesetzung. «Wir lockern das Turnier jeweils mit einem Event auf. Das ist vor allem bei den Auswärtigen sehr gut angekommen», erklärt Zbären den Erfolg des Anlasses. «Letztes Jahr machten wir eine Stadtführung, diesmal haben wir die Glasbläserei in Büren besucht.» Nebst der freundschaftlichen Stimmung sorgt der grosszügige Gabentempel für den Erfolg des Turniers: Die Gewinner konnten zwischen Markenuhren, einem edlen Wein oder Schalenkoffern auswählen.

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