1. Liga Fussball

Hauptprobe missglückt: Der FC Solothurn verliert gegen Biel - und trifft in den Aufstiegsspielen auf Etoile Carouge

Ist trotz der Niederlage zufrieden mit seiner Mannschaft: FC-Solothurn-Trainer Dariusz Skrzypczak.

Ist trotz der Niederlage zufrieden mit seiner Mannschaft: FC-Solothurn-Trainer Dariusz Skrzypczak.

In der letzten Runde der 1. Liga muss sich der FC Solothurn dem FC Biel mit 0:1 geschlagen werden. Nichtsdestotrotz darf das Team von Dariusz Skrzypczak die Saison auf dem zweiten Tabellenplatz beenden und trifft nun in der Zwischenrunde der Aufstiegsspiele auf Etoile Carouge.

In der Zwischenrunde um den Aufstieg in die Promotion League macht der FC Solothurn einen der vier Aufstiegsrundenplätze gegen Westgruppen-Meister Etoile Carouge aus. Das Hinspiel findet am Mittwoch ab 20 Uhr im Stadion statt, das Rückspiel am Samstag in Genf.

Der Sieger kann am Dienstag, 4. Juni zu Hause und am Samstag, 8. Juni gegen den Gewinner aus dem Vergleich Team Vaud M 21 gegen Tuggen den Aufstieg realisieren. Wie Solothurn ist auch Etoile Carouge die Hauptprobe missglückt. Die Westschweizer verloren ebenfalls auswärts gegen Martigny-Sports 1:2.

Für die Ambassadoren lag keine Verbesserung mehr drin, das war der zu wenig energischen Spielführung anzumerken. Die Seeländer wollten hingegen ihren scheidenden Trainer Kurt Baumann mit einem Sieg verabschieden.

Dies gelang Nuzzolo in der 40. Minute. Der jüngere Bruder von Xamax-Crack Raphaël Nuzzolo konnte sich auf der rechten Seite durchsetzen. Bei seinem Flachschuss stand ihm Glück bei, denn via linken Innenpfosten spritzte der Ball über die Torlinie.

Ergänzungsspieler nützten Chance

Die Gäste nützten diese Partie, um Ergänzungsspielern Spielminuten zu ermöglichen. Nebst den drei gelb-gesperrten Arifi, Jeffrey Grosjean und Koch, die dadurch ungefährdet allfälliger Sperren in die Finalspiele gehen können, beliess Trainer Dariusz «Darek» Skrzypczak anfänglich auch die Stammkräfte Hunziker, Kohler, Schrittwieser und Stauffer sowie gänzlich Captain Du Buisson auf der Spielerbank.

So liefen die Gerspacher-Zwillinge Philippe und Sebastian, Goalie Bähler wie auch Asani, Riesen und Veronica in der Startelf auf. «Es war der richtige Zeitpunkt und eine gute Möglichkeit, diesen Spielern eine Chance zu geben; es ging nicht darum, Stammkräfte zu schonen», betonte ihr Trainer.

Trotz Niederlage zufrieden

Diese Leute erhalten für ihre Leistung auch die Anerkennung Skrzypczaks: «Ich freue mich für sie, dass sie heute die Spielpraxis nutzten, sie haben es gut gemacht.» Trotz der Niederlage gab sich der Pole zufrieden.

«Wir haben unsere Torchancen gehabt, weil wir das 1:0 nicht machen konnten, haben wir verloren. Ich konnte aber eine klare Leistungssteigerung gegenüber dem letzten Spiel feststellen und deshalb bin ich optimistisch für die Aufstiegsspiele», erklärt der 51-Jährige.

Nicht zufrieden war er mit der Torausbeute. Zum zweiten Mal in Folge blieb die Null stehen. «Die Torchancenauswertung müssen wir klar verbessern», stellt Skrzypczak fest.

Starker junger Bieler Hüter

Biel startete fulminant, wirblig, offensiv. Ihren Ehrgeiz stellten die Berner bereits in der vierten Minute unter Beweis. Gomes setzte den ersten Freistoss von rechts an den linken Pfosten. Die Besucher antworteten mit einem Veronica-Flachschuss, den Biels 18-jähriger Schlussmann Tasbicen boxend klärte (13.) und einem Osmani-Freistoss, der über die Querstange flog.

Nach einer Passfolge Veronica-Chatton-Riesen sah Chatton seinen zweiten Versuch von Tasbicen mit gutem Reflex abgewehrt (21.). Bei seinem Vorstoss kam Riesen zwei Minuten nach dem Rückstand trotz Bedrängnis zum Abschluss, scheiterte jedoch am Bieler Hüter.

Die Einheimischen bauten immer wieder Druck auf. Zurückhaltend gaben sich die Solothurner in den Zweikämpfen gegen die robuster einsteigenden Platzherren. Die St. Ursen-Städter wollten die Punkte allerdings nicht ohne Gegenwehr abgeben.

Veronica (73.), Schrittwieser (76.), Osmani (76./85.) versuchten in der Schlussphase korrigierend zu agieren: drei weitere Mal vereitelte der gegnerische Goalie oder der Schuss wurde verzogen. Pech hatte Schrittwieser. Er stiess mit dem Kopf mit Jelassi zusammen und verliess vorsichtshalber mit brummendem Schädel das Feld ­ (84.).

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