Eishockey
Hartes Duell zum Halbfinalauftakt geht an Zuchwil

Zuchwil gewinnt das erste Match gegen Wiki-Münsingen mit 5:4 nach Verlängerung. Captain Marco Pistolato markiert dabei drei Skorerpunkte – und den Gamewinner.

Stefan Siegrist
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Impressionen vom Match in Zuchwil
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Zuchwils Doppeltorschütze Matthias von Dach bezwingt Wiki-Goalie Kevin Geissbühler.
Zuchwils Matthias von Dach im Kampf um den Puck gegenGoalie Kevin Geissbühler und Dario Walther.
Zuchwils Mauro Beccarelli (M.) im Kampf um den Puck gegen Wikis Dario Walther (l.) und Thomas Wegmüller.

Impressionen vom Match in Zuchwil

Marcel Bieri

Ein Duell zwischen Zuchwil und Wiki verspricht vieles – ausser Streicheleinheiten. Die Akteure der beiden Klubs tolerieren einander, danach ist aber Schluss. Während der Playoff-Serien regieren Provokationen und Leidenschaft. Nach der letztjährigen Halbfinal-Serie, die Zuchwil erst im fünften Spiel für sich entscheiden konnte, waren die Krallen beidseits gewetzt. Beide Teams hatten ihre Viertelfinal-Aufgabe souverän erledigt und so Kraft gespart. In der Qualifikation gewannen die Solothurner alle vier Matches.

Pistolatos Glanzvorstellung

Captain Marco Pistolato verkörpert bei ihnen den klassischen Playoff-Spieler. Immer wenn es auf die wichtigen Partien der Saison zugeht, ist er imstande, sich kräftig zu steigern. Härte macht ihm nichts, im Gegenteil, es scheint ihn anzuspornen und gleichzeitig noch viel stärker zu machen. Im ersten Match zeigte Pistolato mit drei Skorerpunkten eine veritable Show, die in der 66. Minute gipfelte. Zuchwil hatte in der Overtime eben eine doppelte Unterzahl überstehen müssen. Dann netzte Pistolato auf der Gegenseite ein. Der Torschütze sprach über sein Erfolgsrezept und seine Stärke in den Playoffs: «Das ist auch auf die Erfahrung zurückzuführen. Gestern hat es einfach wieder einmal gepasst. Ich war zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort.»

Zuchwil Regio war über 40 Minuten das bessere Team. Wiki war allerdings spritzig und taktisch gut eingestellt. Nach der zweiten Pause liessen die Solothurner aus unerklärlichen Gründen nach. Auch wenn es nicht viel war: es war genug. Die Berner waren fortan am Drücker und glichen in der 56. Minute durch Studer zum 4:4 aus. Pistolato sorgte zehn Minuten später aber für den Sudden Death der Berner. «Es waren von Anfang an Emotionen drin. Wir haben nach 40 Minuten aufgehört, zu agieren. Zum Schluss war der Erfolg auch sehr glücklich, er spricht aber für die Moral des Teams», analysierte der zweifache Vater.

Pistolato warnt für Spiel zwei

Morgen geht es ab 20.15 Uhr mit dem zweiten Aufeinandertreffen in Wichtrach weiter. Es wird vonseiten Wiki-Münsingen noch mehr Härte erwartet. Gut für Zuchwil, wenn man Leute wie Marco Pistolato in seinen Reihen weiss, die darauf reagieren können. «Wir wissen, dass es sehr knapp wird, werden ihnen das Leben aber schwer machen. Wir müssen wieder ein Tor mehr schiessen», sagt Pistolato.