Fussball
Harte Arbeit und feuchtfröhliche Gefühlsausbrüche

Mit einem 3:0-Sieg in Mümliswil sicherte sich der FC Subingen den Solothurner Meistertitel und den Aufstieg in die 2. Liga inter.

Hans Peter Schläfli
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«Nie mehr 2. Liga!», wurde gesungen: Subingen ist Solothurner Meister 2015 und steigt in die 2. Liga interregional auf.

«Nie mehr 2. Liga!», wurde gesungen: Subingen ist Solothurner Meister 2015 und steigt in die 2. Liga interregional auf.

Bevor sie ihren Meistertitel und den verdienten Aufstieg feiern durften, lag zuerst noch ein hartes Stück Arbeit vor den Subingern. Mümliswil, das seit der Verletzung seines Schlüsselspielers Nicola Ackermann eine ganz schlechte Serie hingelegt hat, versuchte sein Glück mit einer extrem dichten Defensive und mit nur einer Sturmspitze. Subingen biss sich an diesem Catenaccio lange die Zähne aus. Zwei, drei «Halbchancen» waren alles, was in der ersten Hälfte herausschaute.

Das Glück bricht den Bann

In der 40. Minute jubelte Subingen vergeblich: Der Ball war zwar im Mümliswiler Tor, aber der Linienrichter insistierte mit der erhobenen Fahne, bis der Ref auf Offside entschied. «Unmöglich», sagte am Ende Trainer Erich Hert, «da waren etwa drei Mümliswiler auf der Torlinie, das kann gar nicht Offside sein.» Dann kam dem Favoriten das Glück zu Hilfe. Ein verunglückter Befreiungsschlag flog 20 Meter in die Höhe, fiel Millimeter vor der Torlinie auf den Boden und von da ins Netz. Mümliswil-Goalie Daniel Lisser hatte es nicht geschafft, den Ball zu berühren.

Mit dem 1:0 war der Match gelaufen, denn Subingen hatte defensiv alles im Griff. Topskorer Alessandro Fragale und der eingewechselte Damian Misteli hiessen die weiteren Torschützen, als der Mümliswiler Widerstand gebrochen war.

Gleich nach dem Schlusspfiff streiften sich die Subinger die Meisterleibchen mit dem Aufdruck «We are back!!» über. Einige sangen «nie mehr 2. Liga» und die Feier konnte beginnen.

«Wir wissen ja schon, was uns erwartet», sagte Subingens Präsident Remo Kissling nach den ersten feuchtfröhlichen Gefühlsausbrüchen.

Er hofft auf eine gute Gruppeneinteilung mit Derbys gegen Grenchen, Langenthal und Olten. «Wir sind bereit für den Aufstieg und werden unserer Philosophie treu bleiben. Subingen ist und bleibt ein Dorfverein und wir wollen uns nur ganz punktuell verstärken, wenn es nötig ist.»

Angebote aus Grenchen

Wenn es um Verstärkungen geht, ist der Sportchef gefragt, aber Markus Panizzoli hat derzeit andere Sorgen: «Kaum geht es dem FC Grenchen dank der Fusion wieder etwas besser, erhalten die Hälfte unserer Spieler Angebote», reklamiert Panizzoli. Was der FC Grenchen biete, sei nicht seriös.

Trainer Erich Hert ist überzeugt, dass Subingen in der 2. Liga inter nicht abfallen wird. «Unsere Defensive steht sehr gut, da sehe ich keine Probleme. Im Angriff werden wir mehr Räume haben, weil die Gegner offensiv eingestellt sind. Es wird nicht einfach, aber mit einer guten Saisonvorbereitung haben wir eine reelle Chance.»