Eishockey

Happy-End nach Auf und Ab: Der EHCO gewinnt nach spektakulärer Aufholjagd gegen La Chaux-de-Fonds 4:3

Der EHC Olten wird nach einer spektakulären Aufholjagd belohnt und kann sich gegen Leader La Chaux-de-Fonds mit 4:3 nach Penaltyschiessen durchsetzen. Mit diesem Sieg können die Oltner den zweiten Tabellenplatz festigen.

Angriff ist die beste Verteidigung. Das besagt ein altes Sprichwort. Und an dieses scheinen sich Leader La Chaux-de-Fonds sowie Verfolger Olten in dieser Saison besonders halten zu wollen.

Das unterlegt nicht zuletzt die Statistik: Die NLB-Topteams dürfen mit Fabian Ganz (HCC; 4 Tore, 5 Assists) und Curtis Gedig (EHCO; 4 Tore, 9 Assists) auf die punktemässig besten Verteidiger der Liga zählen. Es ist vorwegzunehmen: Das erwies sich auch im Spitzenkampf als das grosse Rezept.

Nach dem Zuckerpass der Lapsus

Im Fokus standen zu Beginn der Partie jedoch andere: EHCO-Trainer Maurizio Mansi rotierte für das Spitzenspiel auf der Torhüterposition überraschend auf Dominic Nyffeler, nachdem Matthias Mischler vier überragende Spiele in Folge zeigte.

Und Nyffeler war es denn auch, der im Startdrittel für die grösste Unterhaltung sorgte: Nach einer Parade lancierte er mit einem langen Flippass umgehend EHCO-Stürmer Ueli Huber.

Noch während der Angriffsauslösung wurde der EHCO-Torhüter vom Publikum für den Zuckerpass beklatscht.

Dass danach der angespielte Huber noch seine Gegenspieler vernaschte und Olten in Führung schoss, stiess bei den 3652 Zuschauern erst recht auf grosse Bewunderung (15.).

18.10.2016 EHC Olten - HC La Chaux de Fonds 4:3 n.P.

18.10.2016 EHC Olten - HC La Chaux de Fonds 4:3 n.P.

11. Meisterschaftsspiel NLB 16/17 Kleinholz Olten 3`652 Zuschauer

Doch umso höher ist dann auch der Fall: Remo Meister verliert wenige Sekunden vor der ersten Pause im dümmsten Moment seinen Stock. Der EHCO-Verteidiger erhält von Stürmer Morini Ersatz, doch Chaux-de-Fonniers Devin Muller nutzt die dadurch entstandene defensive Unzuordnung der Oltner eiskalt zum Ausgleich aus (19:42).

In der 25. Minute bewies Oltens Topskorer Curtis Gedig, dass seine Vorstösse in die Offensive gegen ebenbürtige Gegner auch zur grössten Gefahr in der Defensive verkommen können: Der EHCO-Verteidiger stürzte als vorderster Mann.

In der Folge half Stürmer Diego Schwarzenbach in der Defensive aus, doch Dominic Forget brachte die Neuenburger trotzdem erstmals in Führung.

Ärgerlich war der Treffer insbesondere auch, weil Schlussmann Nyffeler den Puck unglücklich ins Tor kullern liess. Und schliesslich erhöhte Michael Loichat, in diesen Tagen mit B-Lizenz von Fribourg zu den Neuenburgern gestossen, auf 3:1 (38.).

Effizientes Powerplay

Wer zu diesem Zeitpunkt noch auf Olten wettete, befand sich im Kleinholz wohl in Minderheit.

Doch die Dreitannenstädter durften nicht nur auf einen gütigen Gegner, der im Schlussdrittel überaus viele Strafen nahm, zählen, sondern bewiesen einmal mehr viel Moral und Kampfgeist sowie ein Klasse-Überzahlspiel, in diesem vor allem Gedig, Feser und Truttmann die Fäden zogen.

Der HCC, wie gelähmt, konnte sich nach dem Ausgleich drei Minuten vor Schluss von Philipp Wüst gerade noch in die Verlängerung retten.

Und auch in dieser hielten die Oltner die Überhand. Nach hochkarätigen Chancen von Schneuwly und Feser musste jedoch das Penaltyschiessen entscheiden.

Ueli Huber belohnte seine Teamkameraden für eine aufopfernde Schlussphase mit dem Zusatzpunkt und unterstrich eben doch die Sport-Weisheit: Angriff ist die beste Verteidigung.

Das Spiel im Liveticker zum Nachlesen:

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