Swiss-League-Playoffs
Halbfinal-Triumph gegen Erzrivale Langenthal: Das waren die 5 EHCO-Eckpfeiler auf dem Weg in den Final

Der EHC Olten schickt Erzrivale Langenthal in die Sommerpause und stösst in den Playoff-Final vor. Der Finaleinzug verdankt der EHCO einer starken Teamleistung. Und dennoch gibt es mehrere Spieler, die grossen Anteil am Etappenziel haben. Wir haben fünf herausgepickt.

Silvan Hartmann
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Der EHC Olten steht im Playoff-Final der Swiss League

Der EHC Olten steht im Playoff-Final der Swiss League

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Der EHC Olten schickt Erzrivale Langenthal in die Sommerpause und stösst mit 4:1-Siegen in den Playoff-Final vor – noch vor Wochen hätte man es nicht für möglich gehalten. Doch im Kleinholz hat sich rechtzeitig eine verschworene Einheit gebildet. Der Finaleinzug verdankt der EHCO deshalb einer starken Teamleistung. Und dennoch gibt es mehrere Spieler, die grossen Anteil am Etappenziel haben. Wir haben fünf herausgepickt.

Überragend: Matthias Mischler.

Überragend: Matthias Mischler.

Urs Lindt/freshfocus

Matthias Mischler

Sein Name fällt nach jedem Spiel: Torhüter Matthias Mischler. Er geniesst das vollste Vertrauen seiner Vorderleute. Mit seinen Leistungen sorgt er in der Hockey-Schweiz für Bewunderung. Als Höhepunkt pariert er mit dem Stock mirakulös. Das Video der Monsterparade wird zum Hit. In 344 Minuten Spielzeit, mit 173 Torschüssen, von denen Mischler 162 (!) parieren konnte, sah er nur ein einziges Mal unglücklich aus: Beim ersten Gegentor im letzten Spiel in Langenthal. Und sonst: Marke Extraklasse.

EHCO-Verteidiger Anthony Rouiller

EHCO-Verteidiger Anthony Rouiller

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Anthony Rouiller

Anthony Rouiller bekundete lange Zeit Mühe, im Dress des EHCO seine Qualitäten aufs Eis zu bringen. Doch der Ex-Bieler ist längst Oltens wichtigster Verteidiger geworden: Er hat trotz seiner bescheidenen Grösse (174 cm) grosses Durchsetzungsvermögen, spielt in der Angriffsauslösung exzellente erste Pässe und hat das Auge für Überraschendes. Sein Sololauf über das ganze Feld zum gewinnbringenden 3:2-Sieg in Langenthal war nur eines: schlicht phänomenal.

Luca Zanatta.

Luca Zanatta.

Urs Lindt/freshfocus

Luca Zanatta

Luca Zanatta, der stille Arbeiter auf dem Oltner Eis. Der Italiener mit Schweizer Lizenz ist ein äusserst solider Verteidiger im EHCO-Stammkader. In der Halbfinalserie gegen Langenthal bleibt er im Defensivspiel fehlerlos und überzeugt vor allem mit exzellentem Stellungsspiel. Seine Abschlüsse an der offensiven blauen Linie könnten noch wuchtiger sein. Sein erstes Saisontor hat der 26-Jährige zum richtigen Zeitpunkt geschossen. Es dürfte ihm für den Final Schwung verleihen.

Lukas Haas

Lukas Haas

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Lukas Haas

Der Kampfgeist, die Kaltblütigkeit, der Spielwitz: Die Sturmlinie um Wyss, Schirjajew und Haas macht grossen Spass. 330 NLA-Einsätze hat Lukas Haas auf dem Buckel. Seine Erfahrungen sind Gold wert für den EHC Olten. Sein Manko: Der 30-Jährige bewegt sich oft zwischen Genie und Wahnsinn. Seine Abschlüsse suchen seinesgleichen, doch im Defensivverhalten könnte er noch teamdienlicher spielen. Fazit: eine echte Verstärkung. Bitte Vertrag abschliessen!

Ueli Huber.

Ueli Huber.

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Ueli Huber

Er ist das Sinnbild einer Mannschaft, die sich rechtzeitig zu den Playoffs auch als solche versteht: Ueli Huber war lange überzählig. Er akzeptierte seine Rolle und lauerte auf seine Chancen. Nach dem Ausfall von Captain Schneuwly bekam er sie und erfüllte die Vorgaben: Er kämpfte, rackerte, war der unangenehme Gegenspieler. Wie er in Spiel 5 vor dem Tor SCL-Pienitz wegarbeitet, um Ihnacak den 2:2-Ausgleich zu ermöglichen, war grandios. Solche Arbeiter sind genauso wichtig wie die Torgaranten.

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