Dass an der Junioren-SM im Tennis der Name «Lanz» bei der Medaillenvergabe auftaucht, ist nichts Ungewöhnliches. Auch bei der diesjährigen Ausgabe der nationalen Nachwuchsmeisterschaften war dies der Fall. Doch für einmal war es nicht Mischa Lanz (N4, 90), der bislang schon zwei Meistertitel gewonnen und weitere Medaillen gesammelt hatte, sondern seine jüngere Schwester Anina.

Die R3-Spielerin, die seit letztem August zum Nachwuchskader von Swiss Tennis gehört, war bei der SM in der Kategorie U12 an Nummer 3 gesetzt und wurde ihrer Favoritenrolle im Verlauf des Turniers gerecht. Nach einem Freilos gewann sie ihre ersten beiden Matches souverän und musste dabei nur gerade ein einziges Game abgeben. Im Halbfinal eliminierte sie dann die auf dem Papier stärker eingestufte Irina Wenger (R3) ebenfalls in zwei Sätzen. Dort musste sie sich dann aber der grossen Favoritin Céline Naef (R2) geschlagen geben. Gegen die Turniernummer 1 gab es für Anina Lanz nichts zu holen. Sie verlor mit 1:6 und 1:6.

Doch mit dem Gewinn der Silbermedaille darf die junge Hägendorferin allemal zufrieden sein.
Beinahe wäre Anina Lanz nicht das einzige Mitglied der Familie Lanz gewesen, das eine Medaille gewann. Bruder Mischa war nämlich in der Königskategorie U18 auf dem bestem Weg, ebenfalls Edelmetall zu gewinnen. Nachdem er in der zweiten Runde den an Nummer vier gesetzten Laurin Aerne (N4, 73) mit 7:6, 6:2 eliminieren konnte, gewann er in seinem Viertelfinalspiel gegen Tom Cecchetto (N4, 112) den ersten Satz souverän. Doch dann musste er sich vom Limmattaler Junioren noch auf der Zielgerade abfangen lassen. Nachdem er im zweiten Satz drei Matchbälle nicht verwertet hatte, verlor Lanz schliesslich mit 6:3, 6:7 und 3:6.

Überhaupt nicht auf Touren kam dagegen die Trimbacherin Arlinda Rushiti (N3, 41). Wegen den vielen Absagen in der Kategorie U18 – darunter auch diejenige der Kappelerin Tamara Arnold (N3, 29) – startete Rushiti in der aussichtsreichen Position als Nummer 4 der Setzliste ins Turnier. Doch bereits bei ihrem ersten Auftritt musste sie die Segel streichen. Gegen die Aarauerin Dominique Meyer (N4, 54) verlor sie deutlich mit 1:6, 4:6 und musste ihre Ambitionen damit bereits früh begraben.