Mit einem rasanten Risikoritt im Stechen verwies die Mutter der zweijährigen Tjara Schweizer Meister Bryan Balsiger mit Courage und die im Stechen ebenfalls fehlerlose Melanie Freimüller aus Humlikon mit Viva la Vida auf die Ehrenplätze.

Eigentlich wollte die im Kanton Luzern aufgewachsene Schnieper im Grand Prix mit Chaleandra nicht starten. Am Ostersonntag besann sie sich nach dem 2. Platz in einem Springen über 140 cm um. "Mein für den GP vorgesehenes Pferd Cristin hatte Angst vor der Videowand. So disponierte ich um. Es war wohl ein weiser Entscheid."

Erstmals gewann der Schweizer "Rookie of the Year" aus dem Vorjahr einen nationalen Grand Prix. "Bislang hatte es nur zu zweiten, dritten und vierten Plätzen gereicht. Und nun sowas", ergänzte die strahlende Siegerin, die nach ihrem Triumph weit nervöser war als im Sand-Paddock, den bei prächtigem Frühlingswetter rund 5000 Zuschauer säumten.

Acht der 71 gestarteten Paare drangen im anspruchsvollen, aber fairen Kurs von Parcoursbauer Hans Blättler in die Barrage vor, die nur die drei Bestklassierten ebenfalls fehlerlos bewältigten. Nicht dazu gehörten Favoriten wie der Vorjahressieger, WM- und Weltcupzweite Martin Fuchs, der extra aus St-Tropez angereiste Niklaus Rutschi oder der aus Lanaken in Belgien dislozierende Edwin Smits.

Nächste Stationen für die aufstrebende Barbara Schnieper sind Starts mit ihrem Spitzenpferd Cicero in der Schweizer Equipe am CSIO Rom und eine Teilnahme am CSIO St. Gallen. (sda/wy)