Fussball
Grenchner Niederlage trotz Chancenplus gegen die Zofinger

Der FC Grenchen verliert auswärts gegen den SC Zofingen mit 0:2. Nach starkem Auftakt fehlte die Zielgenauigkeit im Abschluss – das zeigte sich in hundertprozentigen Torchancen, die nicht verwandelt wurden.

Mike Brotschi
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Grenchens Kwabena Asamoa Frimpong ist die Verzweiflung ins Gesicht geschrieben.

Grenchens Kwabena Asamoa Frimpong ist die Verzweiflung ins Gesicht geschrieben.

Marcel Bieri

Grenchen kassierte gegen das im Strichkampf steckende Zofingen die vierte Saison-Niederlage. In der Tat konnten die Uhrenstädter trotz vieler Torchancen, nicht an ihre bisherigen Leistungen anknüpfen. Die Partie endete 2:0 für Zofingen.

Für das favorisierte Grenchen gilt es nun diese Klatsche bis zu den beiden Kantonsderbies gegen Dornach und Solothurn abzuhaken. Vielleicht ist es gar nicht schlecht, dass die Meisterschaft bis zum 6. April ruht, denn FCG-Trainer Max Rüetschli war nach der Niederlage sichtlich enttäuscht. «Wir hatten gegen Luzern einen sehr guten Match und begannen die Partie ebenso stark.»

Man hätte im Minimum mit zwei oder drei Toren in Führung gehen sollen, bevor Zofingen ein erstes Mal in den Sechzehner gekommen sei. Grenchens Offensive hätte aber vor dem Tor zu wenig Entschlossenheit gezeigt. Besonders ernüchtert zeigte sich Rüetschli von Frimpongs Performance. «Von einem ehemaligen Super-League-Stürmer erwarte ich mehr. Wir werden in keinem Match mehr so viele Torchancen haben, wie in den letzten zwei Partien und haben nur einen Treffer hingekriegt.»

Die Absenzen der beiden Aussenverteidiger Sanchez und Ekoman, welche eine Spielsperre absitzen mussten, seien auch ins Gewicht gefallen. Kam dazu, dass mit Bayazi und Rawyler zwei weitere Spieler verletzungshalber nicht mitmachen konnten. «Somit wären wir heute froh gewesen, wenn Sadriji hätte spielen können. Dieser hat aber noch keine Spielerlaubnis erhalten. Letztlich mussten mit Safari, Bala und Gloor drei Neulinge in die Bresche springen». Dies erleichterte die Aufgabe nicht, denn die Thutstädter brauchten die drei Punkte.

Für den FCG endete die Partie aber noch schlimmer. Zimmermann sah in der 80. Minute die zweite gelbe Karte und wurde vorzeitig unter die Dusche geschickt. «Es war ein Kampfspiel und wir sind überglücklich, dass wir gewonnen haben. Für uns sind das wichtige drei Punkte gegen hinten» fasste der Ex-Grenchner Velijanovski die Partie zusammen. Froh war auch Zofingens Trainer Pavlicevic: «Am Anfang hatten wir ein Riesenglück, dass Grenchen zwei Hundertprozentige nicht verwertet hatte. Sonst wäre die Partie sicher anders verlaufen.» Man habe dann rechtzeitig die erste Chance ausgenützt, um in Führung zu gehen, was auf dem schweren Terrain ein psychologischer Vorteil bedeutete. «Am Schluss war unser Sieg verdient.»

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