2. Liga inter

Grenchens Trainer Mirko Recchiuti: «Die entscheidenden Szenen liefen für uns»

Dario Dussin (links, gegen Semir Ressil) schoss erst das 1:1, ehe er sich am Knie verletzte.

Der Aufsteiger FC Grenchen 15 setzt zum Saisonstart der 2. Liga inter ein Ausrufezeichen bei Zofingen. Die Grenchner schlagen Absteiger mit 4:2 auswärts. Neuzugang Dzenis Poljak schoss die Solothurner mit einem Doppelpack zum Sieg.

«Das ist ein Super-Start», freute sich Grenchens Trainer Mirko Recchiuti über den 4:2-Auswärtssieg beim SC Zofingen. «Es war nicht nur das erste Saisonspiel, es ist für beide Klubs auch eine neue Liga, das war nicht so einfach. Wir wussten nicht genau, wo wir stehen.» In den ersten zwanzig Minuten war Grenchen besser, dies das erste positive Zwischenfazit. «Wir waren präsent und wollten etwas machen, das hat man gesehen», so Recchiuti.

Aussenverteidiger Pichardo mit dem Kopf (7.) und Nussbaumer, dem der Ball in guter Position versprang (9.), vergaben früh erste Halbchancen. In der 26. Minute setzte sich Rihs nicht das erste Mal auf der Aussenbahn durch. Querpass halbhoch ins Zentrum, Shaqiri mit der Fussspitze und der Aufsteiger führte verdient mit 1:0.

«Nach dem 1:0 ist Zofingen erwacht», sagte Recchiuti zum Verlauf der Partie. «Sie haben ihre Qualität bewiesen und wir mussten zwanzig Minuten lang leiden.» Zum Beispiel in der 31. Minute, als SCZ-Angreifer Halimi aus drei Metern Torhüter Leuenberger anschoss. Beim Ausgleich fünf Minuten später agierte Leuenberger dann aber weniger glücklich.

Der Weitschuss von Dussin sah haltbar aus. Dieser verpasste kurz darauf den Doppelschlag. Er verletzte sich gar bei dem Versuch, die Hereingabe von Halimi zu verwerten. Zwei Minuten vor dem Pausenpfiff zeigte der Schiedsrichter nach einem Handspiel auf den Penaltypunkt, Halimi setzte den Elfmeter flach an den Pfosten und Grenchen rettete das 1:1 in die zweite Halbzeit.

Nussbaumers Reaktion und Poljak-Doppelpack

«Alle entscheidenden Szenen liefen für uns, vor allem die beiden Penaltys natürlich», so Recchiuti. Er habe in der Pause einiges korrigiert. «Das hat immer besser funktioniert, je länger das Spiel dauerte. Vor allem das Tempo war schon recht hoch.» Bevor das Spiel auf die Seite der Grenchner kippte, vergab Zofingens Angreifer Halimi noch zwei Hundertprozentige (48. und 55.).

Nach ziemlich genau einer Stunde Spielzeit düpierte Zayas die SCZ-Abwehr mit einem genialen Zuspiel für Rihs, welcher von Majic umgerissen wurde. Penalty und gelb-rote Karte, dies das harte, aber richtige Verdikt.

Zayas scheiterte zwar mit seinem Penalty an Vodola, aber Nussbaumer war für den Abpraller zur Stelle und brachte Grenchen zum zweiten Mal in Führung. Und die Gäste legten keine zehn Minuten später in Überzahl nach. Der gerade erst eingewechselte Poljak traf akrobatisch mit dem Absatz.

Tor in der letzten Minute

«In der Schlussphase fehlte uns die Cleverness», hatte Recchiuti doch noch etwas zu bemängeln. «Von Zofingen kam nicht mehr viel, wir drückten aber zu sehr auf das vierte Tor, was ihnen Möglichkeiten gab.» Scioscia liess zwei gute Chancen für das Heimteam liegen (75. und 79.), in der 90. Minute brachte Joksimovic den SC Zofingen mit einem Kopfballtor nochmals heran.

Es war aber die letzte Chance der Aargauer. Den Schlusspunkt setzte der letztjährige 2.-Liga-Topskorer Dzenis Poljak, der im Sommer vom SC Fulenbach gekommen war. Er vollbrachte in der 94. Minute die Arbeit von Pichardo, welcher zum dritten Mal am Zofinger Goalie hängenblieb. Poljak schnappte sich den Ball, umkurvte den Goalie und besiegelte den Startsieg. Der Aufsteiger aus der 2. Liga holt die drei Punkte beim Absteiger aus der 1. Liga.

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Autor

Raphael Wermelinger

Raphael Wermelinger

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