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Grenchens Trainer Edvaldo Della Casa geht – ein logischer Abgang

Der 1.-Ligist FC Grenchen braucht neben Geldquellen auch einen neuen Trainer. Edvaldo Della Casa wechselt nach nur einer Saison zum FC Breitenrain in die 1. Liga Promotion.

Daniel Weissenbrunner
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Erfolgreicher Abschied für Trainer Edvaldo Della Casa.

Erfolgreicher Abschied für Trainer Edvaldo Della Casa.

ARCHIV/Hans Peter Schläfli

Vier Runden vor 1.-Liga-Schluss befinden sich die Grenchner nach wie vor im Aufstiegsrennen. Der Abstand auf das zweitklassierte Black Stars beträgt nur zwei Punkte. Am Samstag kommt es gegen die Basler zum Direktduell. Mit einem Sieg würde sich die Mannschaft von Edvaldo Della Casa eine ideale Ausgangslage im Meisterschaftsendspurt verschaffen.

Für den 39-Jährigen war dieser Anreiz zu wenig verlockend. Der brasilianisch-italienische Doppelbürger verlässt die Grenchner nach nur einer Saison. Della Casa unterschrieb am Mittwoch beim Berner Quartierverein Breitenrain aus der 1. Liga Promotion für zwei Jahre. Assistiert wird er von Paolo Vogt, dem ehemaligen Offensiv-Spieler des FC Solothurn und Wangen bei Olten.

Nicht in Abstiegsangst

Der Abgang von Edvaldo Della Casa kommt nicht überraschend. Der ehrgeizige Südamerikaner machte nie ein Geheimnis daraus, dass er eine Profi-Laufbahn als Trainer einschlagen möchte. Nach der Trennung bei Wangen bei Olten war der FC Grenchen für ihn willkommener Wiedereinstieg ins Geschäft.

Die Perspektiven haben sich aber spätestens nach dem radikalen Budgetschnitt zerschlagen. Was der Turn- und Sportlehrer mit den bescheidenen Mitteln herausgeholt hat, verdient Anerkennung. Der vielerorts vorausgesagte Fall blieb aus.

Bei den ambitionierten Bernern dürfte Della Casa jenes Umfeld vorfinden, um sich weiterzuentwickeln. Er löst bei Breitenrain den Oltner René Erlachner ab. Unter dem ehemaligen YB-Stürmer erreichten die Berner die Aufstiegsspiele in die Challenge League (2011) und stieg 2012 in die 1. Liga Promotion auf.

Mit offenen Karten gespielt

Interims-Präsident Gerd Frera bedauert den Wechsel, bringt für Della Casas Entschluss aber Verständnis auf. «Edvaldo hat immer mit offenen Karten gespielt und gesagt, wenn sich ein höherklassiger Verein meldet, er die Chance wahrnehmen wird.» Die Suche nach einem Nachfolger ist gemäss Frera bereits angelaufen.

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