Trampolin

Grenchens Sprünge aufs Podest und in den Final

Zum Auftakt des Eidgenössischen Turnfests in Biel erreicht der TV Grenchen zwei Bronzemedaillen und drei Finalplätze im Trampolinspringen. Tabea Grossenbacher zieht mit einer neu einstudierten Kür direkt in den Final und belegt Rang sieben.

Die Einlaufmusik ertönt, die elf Trampolinspringerinnen der höchsten Stärkeklasse treten ein. Tabea Grossenbacher vom TV Grenchen zieht ihr Haargummi fest und steigt auf das Sprungtuch zum Aufwärmen. Der 15-Jährigen bleiben nur ein paar Sprünge, die nächsten Athletinnen warten bereits ungeduldig. Die Zeit ist beschränkt, der Vorkampf beginnt. Die Grenchnerin geht auf das Trampolin und turnt ihre Pflichtübung durch. Mit Ausnahme einer anderen Konkurrentin, springen nach ihr nur Turnerinnen der regionalen Leistungszentren Zürich und Liestal. Derweil setzt sie ihre Kopfhörer auf und hält ihre Muskeln mit Stretching warm.

Finaleinzug geschafft

Der zweite Durchgang steht an, Grossenbacher beginnt ihre Kürübung. Bei der Landung des fünften Sprunges fällt sie nach vorne und landet auf der Matte – für die Grenchnerin beginnt das Bangen um den Einzug in den Final.

Nach Abschluss der Vorkämpfe liest der Speaker die Namen der acht Besten auf. Die 15-Jährige hat es geschafft. Sie macht einige Trockenübungen für die Spannung, geht in den Handstand und setzt zur Finalkür an: Vier saubere Doppelsprünge zu Beginn und kurz vor Abschluss einen eineinhalbfachen Salto. «Im Final lief es super. Mein Ziel war eigentlich die Kür durchzuspringen. Ich hätte nicht gedacht, dass es für die Top 8 reichen würde», erklärt Grossenbacher zufrieden.

Schön aber anstrengend

Denn nicht nur hatte die Sekundarschülerin bis vor kurzem mit einem Ermüdungsbruch am Fuss zu kämpfen, sondern musste das Trampolintraining auch für mehrere Wochen unterbrechen. «Hinzu kommt, dass ich meine Kür erst seit einer Woche neu einstudiert habe», sagt sie. Die neuen Elemente übte sie jeweils nur in den Trainings zwischen den Wettkämpfen. «An der Schweizer Meisterschaft Ende Mai zeigte ich noch meine alte Kür. Am Eidgenössische versuchte ich mich auf die Haltung zu konzentrieren», erklärt sie. Um ihre Spannung zu verbessern, fuhr sie im Februar einmal wöchentlich ins regionale Leistungszentrum nach Liestal: «Es war schön aber sehr anstrengend. Mit der Zeit bekam ich Fussbeschwerden und konnte nicht mehr auf dem Trampolin springen. Ich ging zurück nach Grenchen, wo ich mich in wenigen Wochen erholen konnte.»

«Fliff-Rudy» geplant

Der Schmerz legte sich und Grossenbacher nahm das Sprungtraining wieder auf. Gestern zeigte sie mit dem siebten Schlussrang, dass die neue Kür auf gutem Wege ist. Im nächsten Jahr will sie zusätzlich einen Doppelvorwärts mit eineinhalb Schrauben einbauen. «Fliff-Rudy» wird ihrer Kür dann den letzten Schliff verleihen.

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