Fussball
Grenchen will hoch hinaus

Ein wenig wie Bayern München darf sich Grenchen morgen Samstag fühlen, denn der FC Zürich tritt im altehrwürdigen Stadion Brühl (Anstoss 17.30 Uhr) an.

Hans Peter Schläfli
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Neuzugang Adrian Moser will in Grenchen zum Leader werden. Schläfli

Neuzugang Adrian Moser will in Grenchen zum Leader werden. Schläfli

«Ein wenig» deshalb, weil es nur die Zürcher U21 ist, die nach Grenchen kommt, und weil es nicht um die Teilnahme an der Champions League geht. «Ich freue mich, dass wir uns mit einer der stärksten Mannschaften der 1. Liga messen dürfen, denn Zürich U21 wird sicher den Aufstieg in die neue Promotionsliga schaffen», sagt Adrian Moser vor dem morgigen Match.

Ausser, dass es in der 1. Liga weniger Trainings gibt, merkt Moser, der vom FC Biel zu Grenchen gestossen ist, keinen grossen Unterschied zur Challenge League. Vom 27-jährigen Allrounder wird hier einiges erwartet. Er soll im Mittelfeld das Spiel gestalten und die Defensive organisieren. «Ich darf hier mehr Verantwortung übernehmen und soll die jungen Spieler dirigieren. In diese Rolle muss ich noch hineinwachsen, aber sie gefällt mir.» Auch seine Torgefährlichkeit hat er bereits unter Beweis gestellt, indem er im Cup gegen Baulmes den ersten Treffer erzielt hat.

Der Traum von der Promotion

«Die Mannschaft ist stark, es wird intensiv gearbeitet und der Zusammenhalt ist sehr gut.» Während die Vereinsleitung die Ziele eher vorsichtig definiert hat, darf ein Spieler von Grosstaten träumen. «Ein Aufstieg in die Promotionsgruppe wird für Grenchen sicher schwierig, aber wir wollen versuchen, so lange wie möglich an der Spitze der Gruppe mitzuhalten», sagt Moser.

Adrian Moser und der Mannschaft läuft es also derzeit gut, aber so ganz sorgenfrei ist man beim FCG nicht. Nach den verletzungsbedingten Ausfällen der routinierten Offensivkräfte Anto Franjic (Bänderriss) und Edward Abayateye (Muskelverhärtung) erinnerte sich Trainer Hans-Peter Kilchenmann an Nihad Mujic, der im Frühling drei Tore für Grenchen geschossen hatte.

Da Muijic seither noch bei keinem neuen Verein unterschrieben hat, konnte er ohne Transfer zurückkehren und ist ab sofort spielberechtigt. «Ja, wir haben einen guten Lauf», kommentiert Kilchenmann den momentanen Formstand seiner Mannschaft. In den letzten 13 Spielen hat Grenchen nur einmal verloren – allerdings sind da auch die unbedeutenden Testspiele gezählt. «Ich freue mich besonders, dass wir uns wieder für die Cup-Hauptrunde qualifizieren konnten.» Für die Auslosung von heute Freitag hat er nur einen Wunsch: «Ich möchte endlich ein Heimspiel, nachdem wir fünfmal auswärts antreten mussten. Und als Berner ist es ja klar, dass ich am liebsten YB zugelost bekommen würde.»

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