Es war eine Vorrunde, wie sie kaum erwartet wurde für den FC Grenchen. Die Truppe von Trainer Max Rüetschli befand sich in einem Hoch und konnte vorne an der Spitze mitmischen. In den letzten Spielen wiesen die Grenchner aber grosse Mühen vor dem gegnerischen Tor auf. Nur gerade drei Punkte und ein Treffer holten die Uhrenstädter in den letzten vier Partien. Nun empfangen die Spieler von Rüetschli morgen (17 Uhr) mit Serrières einen Kontrahenten um den angestrebten dritten Rang.

Viele Umstellungen in letzter Zeit

Dementsprechend puschte Rüetschli seine Spieler während dem Training und erinnerte an die Wichtigkeit dieser Partie: «Wir sind in der 1. Liga und nicht bei den Senioren. Spielt schneller und konzentrierter.» Die Probleme im Abschluss beim FCG sind frappant. Seitdem der 19-jährige Miani, der nicht weniger als 20 Treffer beisteuerte in der Hinrunde, zurück zu Biel in die Challenge League ging, tut sich die Offensivabteilung der Leberner schwer.

Der FC Grenchen kann eigentlich Tore schiessen

Der FC Grenchen kann eigentlich Tore schiessen

Rüetschli sieht weitere Gründe für die offensiven Schwierigkeiten: «Sicherlich fehlen uns Miani als Torschütze und Binaku im Zentrum, aber ich sehe das Problem bei den vielen Umstellungen, die wir in letzter Zeit tätigen mussten.» Diese Änderungen seien durch Verletzungen und Sperren nötig geworden, wie der 56-Jährige erzählt: «Sanchez und Dedaj waren angeschlagen und nicht einsatzfähig, sollten jetzt aber wieder bereit sein, jedoch muss Sampaio noch eine Sperre absitzen muss.»

Frimpong ist wieder dabei

Auch Stürmer Frimpong, der in der Hinrunde an den FCZ ausgeliehen wurde und nun die Lücke nach Mianis Abgang schliessen soll, kam bisher nicht wirklich auf Touren. Der 30-jährige Ghanaer sei noch nicht fit gewesen und habe mit einer Verletzung zu kämpfen gehabt, erläutert Rüetschli. Er wolle aber trotz Verletzung vollen Einsatz für sein Team bringen, sagt Frimpong: «Wir wollen gegen Serrières gewinnen. Ich will dazu mein Bestes geben und bin glücklich, wenn ich der Mannschaft helfen kann. Wir sind aber ein Team und werden als solches aufspielen.» Eine geschlossene Teamleistung wird es gegen die Neuenburger auch brauchen, wenn die Grenchner nicht den Kürzeren ziehen wollen. «Unser Ziel ist weiterhin ein Platz unter den besten Drei. Für dieses Ziel wird ein Sieg sicher zentral sein.»