FC Grenchen
Grenchen von Luzern-Express überrumpelt

Alles in allem gesehen, sei dies ein Samstag zum vergessen gewesen. „Die Niederlage schmerzt zwar sehr, schwerwiegender war für uns aber der Ausfall von Stauffer" äusserte sich FCG-Coach Rüetschli.

Mike Brotschi
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Sacha Stauffer wurde beim Zusammenstoss mit Thali verletzt (Archiv)

Sacha Stauffer wurde beim Zusammenstoss mit Thali verletzt (Archiv)

In der Tat verlor Grenchen den Match in den ersten zwanzig Minuten. „Wir hatten uns viel vorgenommen, aber es kam ganz anders. Die Jungprofis spielten so wie wir das wollten. Ehrlich gesagt hätte es nach einer Viertelstunde bereits 4:0 heissen können" ärgert sich Rüetschli. Erst danach kamen die Gäste langsam ins Spiel, hatten vor der Pause die Chance den Anschlusstreffer zu erzielen, was ihnen zu Beginn der zweiten Halbzeit denn auch gelang.

Durch einen Sololauf von Miani, welcher sich im einsetzenden Wolkenbruch am schnellsten zurechtfand, verkürzte der FCG auf 2:1. Das Tor gab dem FCG Auftrieb. Zuerst verpasste Demiri eine flache Hereingabe um Millimeter, kurz darauf zischte ein Schlenzer Demiri‘s am entfernten Pfosten vorbei und letztlich wurde ein Tor des ehemaligen 2. Liga Topskorers wegen Offside aberkannt (55.).

So hatte Grenchen also drei, vier Chancen zum Ausgleich gehabt. Das 3:1 entstand wieder durch naive Fehler der FCG-Defensive. „Für mich auf diesem Niveau unverständlich. Wenn wir nun nach jedem Match von solchen Fehlern reden müssen, das kann es dann aber wirklich nicht sein" fuhr Rüetschli fort und erwähnte gleichzeitig, dass noch ein hartes Stück Trainingsarbeit auf sein Team warte. Der U18-Internationale Thali machte mit seinem dritten Treffer die Grenchner Hoffnungen wieder zunichte.

Pech dann für die Gäste, als die Latte bei einem abgefälschten Distanzschuss von Miani für den geschlagenen Hüter rettete (68.). Im Gegenzug landete ein Kopfball von Thali ebenfalls am Pfosten. Nach dem Zwischenfall mit Stauffer waren die Spieler nicht mehr richtig bei der Sache.

In der Tat schied der Captain nach einem Zusammenstoss mit dem dreifachen Torschützen Thali mit einer stark bluteten Kopfwunde aus und musste mit der Ambulanz ins Spital überführt werden, wo die Wunde mit 15 Stichen genäht werden musste. Obwohl das vierte Tor aus einem Offside entstand, war dies letztlich nicht mehr entscheidend. „Sacha Stauffer wird uns fehlen, wie auch Sampaio, welcher uns seit der 2. Minute im ersten Spiel gegen Schötz immer noch fehlt" schloss Rüetschli.

Luzern U-21 - Grenchen 4:1 (2:0)

Allmend: 300 Zuschauer - SR: Huber.
Tore: 2. Thali 1 :0, 8. Thali 2:0, 47. Miani 2:1, 62. Thali 3:1, 91. Kottmann 4:1.

Luzern U-21: Beganovic; Lika, Hasanaj, Urtic, Thiesson; Neziraj, Miladinovic (60. Mazreku), Selmani (67. Peter), Fernandes; Thali (86. Kottmann), Duzmani.

Grenchen: Grosjean; Sanchez (43. Nascimento), Stauffer, Dedaj (79. Krasnici), Zangger; Zimmermann (34. Demiri), Binaku, Ekoman Ndo'Ze; Miani, Zayas.

Bemerkungen: Grenchen ohne Sampaio, Hoxha (verletzt), Safari, Selkic, Sadrij (alle abwesend). 68. Lattenschuss Miani. 69. Lattenkopfball Thali. 56. Tor von Grenchen wegen Offside annulliert. 87. Stauffer nach Kopf-Zusammenstoss mit Thali hospitalisiert. Grenchen spielt zu zehnt fertig.
Verwarnungen: 4. Hasanaj (Foul), 9. Sanchez (Foul), 41. Ekoman (Foul).

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