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Grenchen-Limpachtal gegen Bettlach: Ein Derby, das seinen Namen verdient

Grenchen-Limpachtal gewinnt das NLA-Spiel gegen Bettlach mit 11:9. Die Mannschaft von Trainer Marco Christen spürte die Absenz einiger Stammspieler. Beide Teams starteten intensiv, aber es waren die Gäste aus Bettlach, die das erste Tor erzielten

Olivier Winistörfer
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Grenchen-Limpachtal gegen Bettlach
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Bettlach (l.) bekundete durch die Absenz einiger Stammspieler Mühe
Bettlach (l.) verliert gegen Grenchen-Limpachtal 9:11.
Bettlach (l.) vor dem Grenchner Tor
Eine hart umkämpfte Partie: Grenchen-Limpachtal gewinnt gegen Bettlach 11:9

Grenchen-Limpachtal gegen Bettlach

Marcel Bieri

Derbies versprechen immer grosse Spannung, so auch das NLA-Duell zwischen Grenchen-Limpachtal und Bettlach. Bereits in der Vergangenheit kam es zu hart umkämpften Leberner-Derbies. Die beiden Solothurner Teams starteten auch intensiv in die Partie. Die Gäste aus Bettlach starteten besser und gingen in der sechsten Minute durch Hans Peter Affolter mit 1:0 in Führung.

Die Grenchner ihrerseits bekundeten Mühe mit der Spielweise der gegnerischen Defensive, wie auch Headcoach Daniel Feuz nach dem Spiel meinte: «Wir wussten, dass Bettlach sehr stark sein würde, und hatten am Anfang Schwierigkeiten uns anzupassen.»

Bann schien gebrochen

Als die Uhrenstädter aber in der siebten Minute die Möglichkeit erhielten in Überzahl zu agieren, kam der Ausgleich durch Yannick Sterchi. Der Bann schien gebrochen zu sein, denn gleich zwei schön herausgespielte Tore fielen in der 10. und in der 11. Minute durch Kris Röthlisberger und Matthias Jäggi zur 3:1-Führung.

Bei den Bettlachern schlichen sich grobe Fehler ein. So spielte beispielsweise der Bettlacher Simon Ryser den Ball ins eigene verwaiste Tor. Der Eigentreffer zählte zwar aus regeltechnischen Gründen nicht, aber Bettlach musste nun unbedingt zurückfinden. Eine Reaktion folgte in doppelter Überzahl mit dem 2:3-Anschlusstreffer, welcher sich bis zum ersten Pausenpfiff hielt.

Chancen blieben ungenutzt

Die Grenchner waren auch im zweiten Drittel federführend, wussten aber die Chancen nicht zu nutzen. So glichen die Bettlacher durch Thomas Rüegger aus und gingen in der 31.Minute durch Fabio Kiener sogar mit 4:3 in Führung. Die Uhrenstädter, welche durch diesen Schock geweckt wurden, warfen nun alles in die Offensive und drehten das Spiel kurzerhand mit vier Treffern zum 7:4 bis zur zweiten Pause.

Spannung bis zum Schluss

Im dritten Drittel mussten die Grenchner aber mehr Strafen nehmen und waren so mit Defensivarbeit beschäftigt. Der Tscheche Petr Rybon zeichnete sich in dieser wichtigen Phase für die Bettlacher aus und brachte sein Team mit einem Treffer und einem Assist zurück ins Spiel. So hiess es in der 51. Minute sogar 9:8 für die Gäste. Die Emotionen schwappten nun immer wieder über bei den Spielern. Die Grenchner glichen in der 54. Minute durch Kris Röthlisberger mit 9:9 wieder aus. Die Spannung war kaum noch auszuhalten und der Druck stieg bei beiden Teams. Grenchen-Limpachtal behielt aber das glücklichere Händchen und erzielte das 10:9 in der 58. Minute durch Yannick Sterchi. Mit dem 11:9 ins leere Tor wurde der hart erkämpfte Sieg für Grenchen zum Faktum.

Erleichterung und Enttäuschung

Headcoach Daniel Feuz war sichtlich erleichtert über den Sieg: «Es war ein unglaublich hartes Spiel für uns. Aber wir haben alles gegeben für diese drei Punkte.» Für Bettlachs Trainer Marco Christen blieb nur die Enttäuschung: «Die Strafen, welche wir zu ungünstigen Zeitpunkten nahmen, haben uns heute schlussendlich das Genick gebrochen. Natürlich schmerzt es, wenn man dem Sieg so nahe war trotz der Absenz vieler Spieler im Kader.»