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Grenchen erkämpft sich die Wende zum Sieg gegen den Luzerner Nachwuchs

Der FC Grenchen besiegt Luzern U-21 in einem spektakulären Spiel mit 4:3. Obwohl die Grenchner kurz nach der Pause das 1:3 hinnehmen mussten, liessen sie nicht locker, kämpfen mit viel Herzblut und jubelten schliesslich doch noch über drei Punkte.

Mike Brotschi
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Grenchens Kliment Nastoski (M.) verpasst eine Chance gegen Luzerns Torhüter Noam Baumann (l.) und Nicholas Walker.
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Grenchens Alban Mulaj (M.) im Kampf um den Ball gegen Luzerns Nicola Peter (l.) und Pedro Abreu (r.).
Grenchens Raphael Fereira (r.) im Kampf um den Ball gegen Luzerns Pedro Abreu.
Grenchens Alban Mulaj (l.) im Kampf um den Ball gegen Luzerns Pedro Abreu.
Der FC Grenchen erkämpft sich die Wende zum Sieg über den Luzerner Nachwuchs.

Grenchens Kliment Nastoski (M.) verpasst eine Chance gegen Luzerns Torhüter Noam Baumann (l.) und Nicholas Walker.

Marcel Bieri

Gegen Luzerns Nachwuchs kassierte der FCG im Hinspiel letzten September in allerletzter Sekunde äusserst unglücklich noch den 2:2-Ausgleich. Dafür wollten sich die Grenchner in dieser englischen Woche der Spitzenreiter, in welcher man zweimal gegen Leader Xamax und eben gestern Abend gegen das drittklassierte Luzern U-21 antreten musste, revanchieren. Das gelang dem Team von Edvaldo Della Casa mit einem sehenswerten Endspurt bravourös.

Wie bereits gegen Wangen und am vergangenen Samstag im Cup gegen Xamax nahmen die Platzherren die Herausforderung mit viel Herzblut und Engagement an. Mit einem Blitzstart schon nach 15 Sekunden wurde Ibraimi beim ersten Vorstoss in den Strafraum vom Goalie gefoult und der Schiedsrichter zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Zayas verwertete den Penalty sicher zur frühen Führung. In der Folge diktierten die Gastgeber die temporeiche Partie klar, jedoch ohne gefährlich vor das Luzerner Tor zu kommen.

Luzerner kamen nach und nach auf

Auf der Gegenseite hatte Bühler in der 21. Minute eine erste Möglichkeit. Sein Schuss aus dem Hinterhalt fiel aber zu zaghaft aus, um den Grenchner Keeper zu beunruhigen. Trotzdem zeichnete sich der mögliche Ausgleich ab und als Bamele in der 28. Minute den Ball auf der linken Abwehrposition verlor, konnte Walker zum 1:1 erben. Nur elf Minuten später doppelte Luzern nach. Walker wurde im Strafraum vom Grenchner Keeper in einer nicht unbedingt zwingenden Situation von den Beinen geholt. Wiederum blieb dem Unparteiischen keine andere Möglichkeit als den Strafstoss zu pfeifen. Selmani brachte die Gäste mit 2:1 in Front.

Nach der Pause legten die Luzerner einen Blitzstart hin. Bühler erhöhte nach einem Eckball auf 1:3. Grenchen versuchte gleich zu reagieren und kam bei einem Corner durch Nastoski zu einem gefährlichen Kopfball. Kurz darauf verstolperte Zayas eine pfannenfertige Hereingabe des eingewechselten Muscia (59.).

Grenchner mit Kampf und Herz

Trotzdem gelang den nimmermüden Platzherren der Anschlusstreffer. Ibraimi fasste sich in der 67. Minute ein Herz und zog aus 16 Metern ab. Der Ball landete zwar am Pfosten, sprang von dort aber direkt Zayas vor die Füsse. Diesem gelang das 2:3 via entfernten Pfosten. In der Folge machte das Team von Della Casa mächtig Druck. Den verdienten Ausgleich erzielte Neuling Muscia mit einem sehenswerten Distanzschuss.

«Dass der Transfer von Wohlen zum FCG geklappt hat, war ganz klar der Verdienst von Co-Trainer Strähl sowie Sportchef Selkic und natürlich dem Trainer», freute sich der bald 20-Jährige über seinen tollen Einstand im Brühl. «Wir erwischten nach der Pause einen schlechten Start», sagte FCG-Captain Stauffer. Danach habe man aber viel Moral gezeigt und den Ausgleich richtiggehend erkämpft. «Das Siegtor von Januzaj in der Nachspielzeit war dann noch die Krönung.»

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