FC Grenchen

Grenchen erfindet sich einmal mehr neu: 30 Spieler im Test

Wie wird der FC Grenchen beim Start der Rückrunde aussehen?

Wie wird der FC Grenchen beim Start der Rückrunde aussehen?

Beim FC Grenchen sucht man rund 15 neue Spieler für die im März beginnende 1.-Liga-Rückrunde. Die Mission Ligaerhalt wird angesichts des 4.-Liga-Budgets sehr schwer.

«Ich bin überzeugt, dass wir nicht absteigen», sagt Patrick Bösch. Der Trainer des FC Grenchen ortet «einen tollen Teamgeist» in und um die Mannschaft. Wobei  diese Mannschaft erst am Entstehen ist. Lediglich acht Spieler sind aus dem Vorrunden-Kader übriggeblieben. Von den anderen hat man sich bekanntlich, mit internationalem Medien-Echo verbunden, mangels Leistung und Leistungsbereitschaft getrennt.

Grenchen liegt derzeit auf dem letzten Platz der Gruppe 2 – zwei Punkte hinter Congeli, vier hinter dem rettenden zwölften Rang, den Bern belegt, und sechs hinter dem elftklassierten Schötz. «Aus diesen vier Teams werden die beiden Absteiger kommen», ist FCG-Sportchef Renato Brun überzeugt. Schötz und Bern haben inzwischen den Trainer gewechselt, werden also von dieser Seite her mit neuem Elan auftreten.

Bulgaren sind da

Weit mehr als 30 Fussballer werden sich beim FC Grenchen im Januar und Februar im Rahmen von Trainings und 12 Vorbereitungsspielen «präsentieren». «Bis Anfang Februar», so Brun, «wollen wir wissen, mit welchen 23 wir die Rückrunde in Angriff nehmen.» Mehr als eine Handvoll Verträge seien derzeit noch nicht unter Dach und Fach. Aber: «Es werden Spieler mit 1.-Liga-Erfahrung dabei sein», hält Bösch fest. So sind unter anderem drei Akteure vom Ligakonkurrenten Black Stars im Gespräch. «Ausserdem», führt Bösch aus, «werden Leute für uns spielen, die sich präsentieren wollen und für die Grenchen nur eine Durchgangsstation sein soll».

Mediensprecher Daniel Martiny hat gegenüber dem SRF-Regionaljournal diesbezüglich jüngst von fünf Brasilianern, vier Bulgaren und einem Ungaren gesprochen. «Die Bulgaren sind wie vereinbart eingetroffen», so Martiny. Die Brasilianer sollen Mitte Monat folgen. Wer von diesen jedoch letztlich wirklich für den FCG aufläuft, muss sich weisen.

Schliesslich operiert man, wie Brun sagt, mit einem «Viertliga-Budget». Oberste Maxime der Vereinsleitung ist es, den Klub schuldenfrei zu kriegen und diesbezüglich ist man auf gutem Weg. Für der 1. Mannschaft stehen daher aber nur Punkteprämien zur Verfügung. Die Vorstandsvorsitzende Lilo Dellsperger spricht von der «günstigsten 1.-Liga-Mannschaft, die der FC Grenchen je hatte.» Folglich dürfte das mit den potenziellen, ausländischen «Cracks»  noch «very tricky» werden.  «Es  macht die Sache gewiss nicht einfacher», sagt Brun. Er selber würde als Basler noch etliche Kicker aus seiner Heimat kennen, die nach Grenchen kämen. «Aber selbst die wollen ihre Spesen gedeckt wissen.»

«Stehe hin für das Team»

Ob die Schiessbuden-Zeit, die Ära also als man zuletzt reihenweise mit fünf, sechs, sieben Toren Unterschied auf die Mütze gekriegt hat, für den FCG zu Ende geht, ist offen. Massenhaft Grund zum Optimismus ist gewiss nicht angesagt. Aber: «Für die Mannschaft, die am 7. März gegen die Black Stars aufläuft, stehe ich hin», gibt sich FCG-Coach Patrick Bösch kämpferisch.

Die Mentalität innerhalb seiner Elf werde eine ganz andere sein, als in der Hinrunde – wie immer diese Elf dann auch aussieht. Wenn die Rückrunde indes am 30. Mai endet, so Bösch, stehe er hin und lasse sich sagen: «Der Bösch hat einen guten Job gemacht oder er hat versagt.» Na dann…

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