"Dem Trainer gilt ein grosses Kompliment", so FCG-Sportchef Renato Brun. Obwohl die Grenchner in den letzten Spielen die rote Laterne gefasst haben, hat Patrick Bösch mit viel Einsatz und den geringen zur Verfügung stehenden Mitteln das Himmelfahrtskommando übernommen und sich mit einer Truppe Bereitwilligen unermüdlich der unlösbaren Aufgabe gestellt.

Ein Punktgewinn blieb dem Team, welchem die Qualität eindeutig fehlt, versagt. "Wir haben zwischenzeitlich auf allen Ebenen aufgeräumt. Elf Spieler müssen den Verein verlassen. Wenn der neue Vorstand an der kommenden Generalversammlung gewählt wird, bin ich guten Mutes, dass wir im Frühling das Projekt Ligaerhalt starten können", verspricht Brun,  "denn wir sind bereits abgeschrieben und gelten als Abstiegskandidat Nummer Eins. Wir haben viele neue Spieler engagieren können und werden sicher nicht absteigen", ist sich der FCG-Sportchef sicher.

Für die Luzerner Youngsters gab es eine Woche nach dem 12:1-Sieg gegen Concordia im Grenchner Brühl wiederum ein Schützenfest. Elf Minuten konnten sich die Gastgeber im letzten Meisterschaftsspiel vor der Winterpause gegen die Luzerner wehren. Dann eröffnete Haas den Torreigen. Zweimal Bürgisser, Viola und Thali mittels Foulelfmeter waren dafür besorgt, dass es zur Pause bereits 0:5 stand.

Das Skore hätte noch weit höher ausfallen können, hätten die Luzerner Nachwuchshoffnungen vor dem Tor nicht so oft gepatzt. Zweimal vergab Thali und kurz darauf Bühler. Danach hatte Bürgisser eine weitere hundertprozentige Chance. Zweimal intervenierte Grenchen Goalie Schaad bravourös und einmal rettete Karabulut für seinen geschlagenen Torwart. Das Eckballverhältnis von 7:0 nach 45 Minuten untermauerte die Dominanz der Gäste.

Auf Grenchner Seite war einzig ein Torschuss von Riahi in der 14. Minute erwähnenswert. Ansonsten wehrten sich die Einheimischen so gut sie konnten.

Einziger Grencher Torschuss durch Sadriji

Die Grenchner hatten gleich nach Wiederaufnahme der Partie ihre beste Phase, in welcher der Luzerner Keeper das einzige Mal ernsthaft geprüft wurde. Mit den Fingerspitzen konnte er einen Kopfball von Sadriji um den Pfosten lenken. Danach nahm die Luzerner Tormaschinerie ihre Arbeit wieder auf. Beide Teams nützten auf dem schweren und kräfteraubenden Terrain ihr Auswechselkontingent resolut aus.

In der 72. Minute wurde Adem Mulaj wegen eines gefährlichen Tacklings von hinten vom Schiedsrichter unter die Dusche geschickt. Das war für die Grenchner definitiv zu viel. Am Ende erhöhten die Luzerner auf das Schlussresultat von 0:10 Toren. 

Grenchen - Luzern U-21 0:10 (0:5)

Brühl. – 150 Zuschauer – SR. Wolfensberger. – Tore: 11. Haas 0:1,  24. Bürgisser 0:2, 29. Viola 0:3, 34. Bürgisser 0:4, 40. Thali 0:5 (Foulelfmeter), 52. Thali 0:6, 59. Thali 0:7, 62. Haas 0:8,  88. Junco 0:9. 89. Thali 0:10.

Grenchen: Schaad;  Bala (78. Fortunato), Karabulut, Dedaj, Ibraimi Armin; Risticevic, Güggi, Mustafi, Ibraimi Agron (60. Mulaj), Riahi; Sadriji (69. Frühauf).

Bemerkungen: Grenchen ohne Zayas (nicht im Aufgebot), Januzai (gesperrt), Mulaj, Bagdasarian (beide verletzt), Ellyacoubi, Gaye (beide abwesend). 

Verwarnungen:  39. Ibraimi Armin (Foul), 70. Haas (Foul), 70. Mustafi (Foul). 91. Junco (reklamieren). – Platzverweis: 72. Mulaj.