ARD
Goal von Grenchnerin Vanessa Bürki könnte «Tor des Monats» werden

Die Grenchnerin Vanessa Bürki steht als Nationalspielerin für den FC Bayern München im Einsatz. Ihr Fersen-Goal gegen den BV Cloppenburg hat es in die Auswahl zum ARD- «Tor des Monats» geschafft. Sie tritt gegen vier männliche Spieler an.

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Vanessa Bürki fühlt sich geehrt.

Vanessa Bürki fühlt sich geehrt.

Patricia Schoch/az

Sie fühle sich geehrt, erzählt die 27-Jährige im Interview mit dem «Tagesanzeiger». Selbst von ehemaligen Mitspielern aus Grenchen habe sie positive Reaktionen erhalten. Sie sei gespannt, für wen die «Sportschau»- Zuschauer sich schlussendlich entscheiden. Auch die Tore ihrer vier männlichen Konkurrenten seien «nicht ohne.»

Bereits seit 2006 spielt Vanessa Bürki für den FC Bayern München. «Ich habe schon den Münchner Dialekt angenommen, wenn ich Hochdeutsch spreche», sagt sie. Ein Abschied würde ihr dementsprechend schwer fallen: «Sollte die Zeit hier in München zu Ende gehen, dann dürfte es für mich nicht einfach sein, an einem neuen Ort anzufangen.»

Zur Person

Am 1. April 1986 geboren, wächst Vanessa Bürki im solothurnischen Grenchen auf. Im Alter von zwölf Jahren tritt sie der Knabenmannschaft des FC Wacker Grenchen bei. Drei Jahre später wechselt sie zum Frauenfussballklub Zuchwil (existiert seit 2011 nicht mehr) und spielt dort bis im Sommer 2006. Im selben Jahr, in dem sie ausserdem Schweizer Torschützenkönigin und als Fussballerin des Jahres ausgezeichnet wird, wechselt sie zum FC Bayern München. Ihr Debüt für das Schweizer Nationalteam gibt Vanessa Bürki am 22.Mai 2004 gegen Italien. Bürki ist gelernte Malerin, arbeitet heute aber im Büro eines Autohauses.(wen)

Noch hat Bürki aber Zeit, denn ihr Vertrag läuft noch bis zum Sommer 2014. Und sie beruhigt: «Im Januar oder Februar wird es Gespräche geben. Dann schauen wir weiter».

Ihr einstiger Rückzug aus der Nationalmannschaft habe mit fehlender Motivation zu tun gehabt, erzählt sie weiter. «Dann ist mit Marina Voss-Tecklenburg eine neue Trainerin aus Deutschland gekommen, die mich aus der Bundesliga kannte. Sie rief mich an und stimmte mich um, wieder mitzumachen». Dass sie nun wieder für das Nationalteam kickt, bereut Bürki nicht.

Sie habe zwar nicht den Bekanntheitsgrad einer deutschen Nationalspielerin, sei aber trotzdem glücklich: «In meinem Leben stimmt alles. Und schliesslich spiele ich mit den Bayern in der besten Frauenliga der Welt.»

Hier kann man für Vanessa Bürki abstimmen: www1.sportschau.de (ckk)