Superfinal 2018
Gibt es einen Unihockey-Superfinal mit zwei Solothurnerinnen?

Zwei Solothurnerinnen wollen in den Superfinal 2018, welcher am 21. April in Kloten ausgetragen wird, einziehen. Mirjam Hintermann und Lena Cina wollen mit den Wizards Bern Burgdof den Coup landen.

Manfred Dysli
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Mirjam Hintermann (links) und Lena Cina.

Mirjam Hintermann (links) und Lena Cina.

Christian Stähli

Die besten vier Klubs der Qualifikation blieben in den Playoff-Viertelfinals der NLA unbeschadet. Die Favoriten setzten sich in ihrer Best-of-5-Serie jeweils vorzeitig mit 3:0 durch. Somit lauten die Halbfinal-Paarungen Piranha Chur (1.) gegen Rychenberg Winterthur (4.) und UHC Dietlikon (2.) gegen Wizards Bern Burgdorf (3.).

In den Superfinal 2018, welcher am 21. April in der Swiss Arena in Kloten ausgetragen wird, wollen auch zwei Solothurnerinnen einziehen. Die 26-jährige Verteidigerin Lena Cina aus Messen sowie die 28-jährige Angreiferin Mirjam Hintermann aus Feldbrunnen. Die beiden Nationalspielerinnen gehören zu den tragenden Teamstützen der Wizards Bern Burgdorf.
6:1, 9:7 und 8:4: Mit diesen Resultaten setzten sich die Wizards in der ersten Playoff-Runde gegen Unihockey Berner Oberland durch.

«Es ist super, dass wir den Halbfinal-Einzug bereits im dritten Spiel geschafft haben», sagt Lena Cina. «Die Berner Oberländerinnen waren, vor allem was die Zweikämpfe angeht, sehr stark.» Ihr Team habe insbesondere im Auswärtsspiel, welches mit 9:7 gewonnen wurde, Mühe bekundet. «Jetzt können wir uns noch ein wenig erholen», so Sina. Die Halbfinal-Serie startet am übernächsten Wochenende.

Meistertrainer übernimmt die Wizards

Die WM-Bronzemedaillengewinnerin von 2015 und 2017 steht bereits zum vierten Mal in ihrer Karriere im Halbfinal der NLA. Für die ehemalige Fussballerin Mirjam Hintermann ist es die dritte Halbfinal-Teilnahme. «Unser Ziel ist ganz klar die erstmalige Qualifikation für den Superfinal», sagt Lena Cina vor dem Duell mit dem UHC Dietlikon. Keine einfache Aufgabe. Die Zürcherinnen gewannen in der Qualifikation beide Duelle gegen die Wizards Bern Burgdorf – mit 9:5 in der Vorrunde und mit 5:4 nach Verlängerung in der zweiten Hälfte der Qualifikation. Am Ende hatte Dietlikon sieben Punkte mehr auf dem Konto als das Team der beiden Solothurnerinnen.

«Unsere Chancenauswertung muss noch besser werden», weiss die Leberbergerin Mirjam Hintermann, die beim Bundesamt für Sport in Magglingen als Sportwissenschaftlerin tätig ist. «Ich hoffe, dass das Wettkampfglück in der Halbfinal-Serie auf unserer Seite ist. Ich will unbedingt zum ersten Mal den Superfinal bestreiten.»

Die Klubführung der Wizards Bern Burgdorf hat ihre hohen Ambitionen bereits vor dem Beginn der Playoffs offenbart. Mit der Verpflichtung des neuen Trainers wurden die Weichen für die Zukunft gestellt. «Es ist Mirco Torri, der Meistertrainer von Piranha Chur», konnte Martin Läng, Sportchef und Co-Präsident der Wizards Bern Burgdorf, stolz verkünden.