Solothurner 2. Liga
Gianluca Moser hat mit dem FC Subingen Blut geleckt in der 2. Liga inter

Am Sonntag beginnt die neue Saison in der Solothurner 2. Liga. Der FC Subingen spielt zum Auftakt auswärts beim Absteiger FC Olten. Für den 19-jährigen Aussenläufer Gianluca Moser ist es die dritte Saison für die Affolter-Elf.

Raphael Wermelinger
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Immer ein Kandidat für die Spitzenplätze in der 2. Liga: der FC Subingen.

Immer ein Kandidat für die Spitzenplätze in der 2. Liga: der FC Subingen.

Michel Lüthi

Gianluca Moser wuchs in Horriwil, im Nachbardorf von Subingen, auf und startete seine Fussballer-Laufbahn als knapp Siebenjähriger beim FC Solothurn. Für den Stadtklub spielte er bis zu den U12-Junioren, dann zog es ihn in die Nachwuchsabteilung der Berner Young Boys. «Das war eine sehr schöne Zeit, ich habe mit einigen heute bekannten Spielern zusammen trainiert, konnte viel lernen und wichtige Erfahrungen sammeln», blickt er auf seine U13- bis U15-Jahre zurück.

Aus der Hauptstadt kehrte er in der Folge zum FC Solothurn in die U16 zurück, beendete die Sportklasse, durfte erstmals im Training des 1.-Liga-Teams Luft schnuppern und kam in der Vorbereitung und der Meisterschaft zu Teileinsätzen. Als Höhepunkte seiner Juniorenzeit bezeichnet er die zwei Cupsiege mit dem Solothurner Nachwuchs, die Einsätze an internationalen Turnieren mit YB und das Aufgebot für die U15-Nationalmannschaft.

Seine Aktivkarriere lancierte Moser dann aber weder bei seinem Stammverein Solothurn noch bei den Young Boys, sondern beim FC Subingen. «Wegen der Schule wurde mir der Aufwand beim FC Solothurn zu gross. Ich wohne in der Nähe von Subingen, deshalb habe ich mich für den Wechsel entschieden», sagt der 19-Jährige, der auf der Gemeindeverwaltung in Deitingen die KV-Lehre absolviert hat. Der Transfer erfolgte auf die Saison 2018/19, im Jahr davor waren die Subinger als Solothurner Meister in die 2. Liga inter aufgestiegen. «Es gab zwei, drei Alternativen zum FC Subingen, zum Beispiel Grenchen», erklärt Moser. «Ich kannte bei Subingen aber schon einige Spieler, und als mich der Trainer kontaktierte, habe ich zugesagt.»

Die ersten drei Saisonspiele verpasste der Aussenläufer krankheitsbedingt, danach entwickelte er sich rasch zum Stammspieler im Team von Trainer Dominik Ellenberger. Der Schritt von den Junioren zu den Aktiven habe ihm wenig Mühe bereitet. «Der Unterschied ist nicht allzu gross und wir hatten in der Coca-Cola-League ja schon Testspiele gegen Aktivmannschaften», sagt Moser, der seine Geschwindigkeit und seinen linken Fuss als seine grössten Stärken nennt.

Die neuen Mitspieler hätten ihm den Einstieg in der 2. Liga inter erleichtert, fügt er an. «Ich wurde sehr gut aufgenommen. Das Team besteht aus einigen Routiniers, aber auch jungen Spielern. Der Zusammenhalt ist sehr gut. Jeder hilft, wo er kann», sagt er. Seine erste Saison mit dem FC Subingen endete nicht überraschend mit dem Abstieg in die 2. Liga. Nur zwölf Punkte schauten aus den 26 Partien heraus. Die Motivation habe darunter aber nie gelitten: «Die Trainingspräsenz blieb hoch und wir hatten nie eine Krisenstimmung innerhalb des Teams. Wir wollten es einfach in jedem Spiel aufs Neue probieren.»
Weil es für ihn stimmt beim FC Subingen, sah er nach dem Fall in die höchste Regionalliga keinen Grund für einen neuerlichen Wechsel. In der Vorrunde 2019/20 verpasste Moser in der 2. Liga fast keine Minute – nur im letzten Spiel gegen den FC Klus/Balsthal wurde er in der Nachspielzeit ausgewechselt. Subingen überwinterte auf dem fünften Platz. «Es ist sicher nicht ideal gelaufen», bilanziert er. «Wir waren nicht zufrieden. Wieso nicht mehr möglich war, ist schwer zu sagen.»

Bitter für das Team war das frühe Ausscheiden im Solothurner Cup gegen den Drittligisten FC Zuchwil (0:1). «Wir wollten unbedingt den Cupfinal zu Hause erleben», bestätigt er. Dass die Saison und auch der Pokal-Wettbewerb abgebrochen und der Final nicht auf dem Affolter stattfinden würde, konnte zum Zeitpunkt des Cup-outs noch niemand ahnen.

Gianluca Moser (r.) im Vorrundenspiel 2019/20 gegen den FC Wangen bei Olten.

Gianluca Moser (r.) im Vorrundenspiel 2019/20 gegen den FC Wangen bei Olten.

Hans Peter Schläfli

Auf die neue Spielzeit hin gab es im Kader der Subinger nur wenige Veränderungen. Marco Röthlisberger beendete seine Karriere, Robin Momoh zog es weiter. Dafür wurde das Team mit drei eigenen Junioren und Gianlucas Bruder Manuel Moser ergänzt. «Er hat nach einer längeren Pause wieder angefangen mit Fussball», sagt Moser und fügt an: «Es ist cool, mit meinem Bruder im gleichen Team zu spielen.»
Von der Kampagne 2020/21, welche für die Subinger mit dem Gastspiel beim Absteiger FC Olten beginnt, erhofft er sich, dass es gelingt, möglichst lange vorne mitzuspielen.

Seine Aufgaben sieht der Fan von Juventus Turin, der in der Freizeit gerne Tennis spielt und Kollegen trifft, darin, Tore vorzubereiten. Oder auch mal eines zu erzielen, wenn nötig. «Ich habe schon Zug aufs Tor, spiele aber meistens lieber noch einmal quer, als selbst zu schiessen», sagt er. Welches Trikot er in fünf Jahren tragen werde, kann Gianluca Moser zum jetzigen Zeitpunkt nicht beantworten. Nur so viel: «Die 2. Liga inter ist eine coole Liga. Dort möchte ich sicher noch einmal spielen.»

Kader FC Subingen

Trainer: Dominik Ellenberger
Assistent: Andreas Linder

Tor: Pascal Schwaller (91), Jannik Ochsenbein (03).
Abwehr: Raphael Gasche (98), Andreas Linder (81), Daniel Wiedmann (87), Fabian Kummer (88), Alain Kocher (89), Florian Gasche (96), Benjamin Brunner (90).
Mittelfeld: Adelmo Lanzi (02), Kai Flury (02), Manuel Moser (93), Gianluca Moser (00), Patrick Dubach (00), Daniel Gebek (01), Christian Moser (94), Sascha Pauli (95), Albion Hysniu (99).
Angriff: Peter Csima (95), Leonardo Baschung (95), Nikola Vodic (01), Joshua Widmer (95), Janis Huser (01), Pascal Winistörfer (96).

Zuzüge: M. Moser (reaktiviert), Lanzi, Flury, Huser (alle eigener Nachwuchs).
Abgänge: Marco Röthlisberger (Rücktritt), Robin Momoh (unbekannt).