Tennis
Giacomelli und Arnold haben überzeugt

Erfolg für Luca Giacomelli und Tamara Arnold. Beide regionalen Nachwuchshoffnungen standen an den Schweizer Meisterschaften in Biel in den Achtelfinals.

Fabio Baranzini
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Der Dulliker Luca Giacomelli scheiterte erst im Achtelfinal gegen den Titelverteidiger Henri Laaksonen (Archivbild – die Elite-Schweizer-Meisterschaften in Biel fanden in der Halle statt).

Der Dulliker Luca Giacomelli scheiterte erst im Achtelfinal gegen den Titelverteidiger Henri Laaksonen (Archivbild – die Elite-Schweizer-Meisterschaften in Biel fanden in der Halle statt).

Fabio Baranzini

Vor einem Jahr scheiterte Luca Giacomelli bei seinem ersten Auftritt an der Elite-Schweizer-Meisterschaft in Biel noch in der Qualifikation. Ein Jahr später sah das ganz anders aus. Der 19-jährige Dulliker, der im Sommer zwei Einzelpartien für die NLA-Interclubmannschaft des TC Trimbach bestreiten und seinen ersten ATP-Punkt gewinnen konnte, spielte sich erfolgreich durch die Qualifikation. Giacomelli wurde dabei seiner Favoritenrolle gerecht und musste einzig gegen seinen ehemaligen Teamkollegen Alvaro Bello (N4, 75) über die volle Distanz gehen.

Im Hauptfeld wartete mit Luca Margaroli (N2, 19) ein anderes Kaliber auf die aktuelle Nummer 44 der Schweiz. Doch Giacomelli wehrte sich gegen den grossen Favoriten aus dem Tessin hervorragend und konnte die Partie ausgeglichen gestalten. Beim Stand von 6:5 verletzte sich Margaroli am Knöchel und musste die Partie aufgeben. «Natürlich hätte ich lieber in einem guten Match gewonnen, als von der Aufgabe des Gegners zu profitieren. Aber so konnte ich immerhin meinen ersten Achtelfinal an der SM bestreiten», sagt Giacomelli.

Niederlage gegen Titelverteidiger

Und dort traf der Dulliker zum ersten Mal in seiner Karriere auf einen Spieler aus dem Kreis der besten 200 Tenniscracks der Welt: auf Davis-Cup-Spieler Henri Laaksonen (N1, 8). «Auf eine solche Partie freut man sich natürlich und möchte trotz des Klassierungsunterschiedes unbedingt gewinnen», so Giacomelli. Zum Sieg fehlte am Ende aber doch einiges. Mit 1:6, 2:6 musste sich der Youngster geschlagen geben, zieht aber dennoch ein positives Fazit. «Ich muss mich noch besser auf meine Aufschlagsspiele konzentrieren, um mit den Besten mithalten zu können. Aber ich wurde in der Qualifikation meiner Favoritenrolle gerecht und scheiterte erst am Titelverteidiger. Damit kann ich zufrieden sein.»

Auch Tamara Arnold (N2, 23) erreichte an den nationalen Titelkämpfen in Biel die Achtelfinals und auch sie ist damit zufrieden. Nachdem die 16-Jährige bei ihren letzten Turniereinsätzen in den USA und Mexiko nicht wie gewünscht auf Touren kam, konnte sie dank ihrem souveränen Erstrundensieg gegen Sara Orellana (N3, 33) Selbstvertrauen tanken. «Am Anfang musste ich mein Spiel erst noch finden, aber danach konnte ich richtig Druck machen und die Ballwechsel diktieren. Das war ein gutes Match», analysiert die Kappelerin ihren 6:3, 6:3-Sieg.

Exploit im Doppel

In den Achtelfinals musste sie dann gegen Jil Teichmann (N1, 8), die Nummer zwei des Turniers, ran. Gegen die ehemalige Weltnummer drei bei den Juniorinnen und derzeit grösste Nachwuchshoffnung im Schweizer Tennis konnte Arnold zu Beginn gut mithalten. «Ich habe stark serviert und viel Risiko genommen. Das ist aufgegangen, aber leider habe ich zu viele lange Ballwechsel verloren», sagt Arnold. Und so musste sie den ersten Satz mit 6:4 ihrer Gegnerin überlassen. Diese steigerte sich dann im zweiten Durchgang und liess Arnold keine Chance mehr. 4:6, 1:6 lautete des Resultat am Ende. «Ich bin trotzdem zufrieden mit meiner Leistung und konnte vieles aus den Trainings umsetzen», so Arnold.

Mehr als nur zufrieden kann Arnold mit ihrer Leistung im Doppel sein. Gemeinsam mit Leonie Küng (N2, 24) erreichte sie etwas überraschend den Final, denn die beiden gehörten im Vorfeld nicht zu den heissesten Titelkandidaten. Gegen die top gesetzte Paarung Xenia Knoll (N1, 9)/Jil Teichmann mussten sich Arnold und Küng dann aber deutlich geschlagen geben. Gleich mit 6:2, 6:1 schwangen die Favoritinnen obenaus.