Basketball

Gewohntes Bild beim BC Solothurn: Am Ende ging wieder der Schnauf aus

Solothurn verliert das letzte 1.-Liga-Spiel gegen Nyon U23 trotz Pausenführung mit 87:92. Bereits vor der Partie war klar, dass sich der BCS nicht mehr für die Playoffs qualifizieren kann.

Dass es für die Playoffs nicht mehr reichen wird, war schon vor dem Match gegen Nyon U23 klar. Dann wurde das letzte Spiel aber sogar noch zu einem Spiegelbild der gesamten Saison: Der BC Solothurn begann stark, ging in Führung, konnte dann aber den hohen Rhythmus nicht bis zum Schluss mitgehen und brach ein. Am Ende gab es gegen Nyon eine 87:92-Niederlage. «Die heutige Leistung war aber nicht schlecht», zog Spielertrainer Nicolas Kofmel seine Bilanz. «Nyon setzte uns konstant mit einem intensiven Pressing unter Druck, was sehr viel Kraft gekostet hat. Die Taktik ist aufgegangen, gegen Ende ist uns richtiggehend die Luft ausgegangen.»

Nach der Qualifikation nachgelassen

Dieser Spielverlauf war sinnbildlich für die ganze Saison: Im Herbst spielte Solothurn sehr gut und die Qualifikation für die Zwischenrunde gegen die stärksten Teams aus der Romandie wurde souverän geschafft. Doch dann gingen alle sechs Spiele verloren, und dies zum Teil sogar sehr hoch. «Wir hatten einige Absenzen und Verletzungen», erklärte der Spielertrainer, der selber mehr als einen Monat verletzt ausgefallen war, diesen Einbruch.

Vielversprechende Startphase

Schliesslich fehlte am Sonntag nicht viel zu einem versöhnlichen Abschluss. Gegen Nyon U23 wäre ein Sieg möglich gewesen. «Die Niederlage ist aber nicht so schlimm, denn sie entspricht den Kräfteverhältnissen. Wir haben eine gute Leistung gezeigt, aber der Gegner war etwas stärker.»

Tatsächlich hatten die Solothurner sehr konzentriert begonnen und dank der besseren Wurfqualität gingen sie rasch 26:17 in Führung. Das extrem hartnäckige Pressing des Gegners, der mit zwei, manchmal sogar bis zu vier Spielern in der Solothurner Platzhälfte eine unangenehme Manndeckung aufzog, konnte mit schnellen Passfolgen und viel Laufarbeit überwunden werden. Der Vorsprung sah mit dem 42:31 zur Pause vielversprechend aus.

Es fehlt an der Breite

Aber dann brachte Nyon von seiner gut besetzten Bank immer wieder frische Spieler und die Solothurner wurden leicht sichtbar immer müder. Plötzlich hatte keiner mehr die Luft, um sich freizustellen, was zu brotlosen Dribblings und beim einen oder anderen Solothurner zu offensichtlicher Frustration führte. Nyon konnte dagegen unbeeindruckt weiter powern, was die Wende bedeutete.

So finden nun in der 1. Liga die Playoffs ohne Solothurner Beteiligung statt. «Es ist etwas schade, denn eigentlich hatten wir uns im Herbst eine gute Ausgangslage geschaffen», fasste Nicolas Kofmel die Saison zusammen. «Am Schluss fehlte es an der Breite im Kader. Dass wir nicht in den Playoffs stehen ist zwar nicht so schlimm, aber etwas enttäuscht sind wir trotzdem.»

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