«Resultatmässig bin ich sehr zufrieden», blickt Thomas Berger, der Trainer des SV Wiler-Ersigen, auf den Playoff-Auftakt vom Wochenende zurück. «Es ist natürlich sehr wertvoll, wenn du das erste Spiel zu Hause gewinnst und dann auswärts gleich nachlegen kannst.»

Der Zweite der Qualifikation startete am Samstag mit einem 9:4-Heimsieg in die Viertelfinalserie gegen Uster. Am Sonntag legte der Rekordmeister auswärts mit einem 5:3-Erfolg nach. «Aus spielerischer Sicht bin ich nicht ganz glücklich mit den beiden Partien», kritisiert Berger. «Wir gestehen dem Gegner noch zu viele Möglichkeiten zu. Sie kamen in beiden Spielen zu einfachen Chancen und auch Toren.»

Der erste Match begann wild. Insgesamt acht Tore fielen im Startdrittel, gerecht verteilt auf beide Parteien. «Gefühlt war jeder Schuss ein Tor», sagt Berger. Sein Team bekam das Spiel und den Gegner erst im Verlauf des Mitteldrittels unter Kontrolle. «Wir wurden in den folgenden vierzig Minuten immer sicherer und liessen kein Gegentor mehr zu.

Am Ende war der Sieg klar und auch verdient.» Deutlich mehr Gegenwehr erwartete den SVWE im Auswärtsspiel am Sonntag. Berger spricht von einem zähen Match: «Uster tritt daheim aggressiver und in der Verteidigung noch kompakter auf als sonst schon.» Sein Team konnte sich daher kaum entfalten und leistete sich zudem diverse Fehler. So war der Spielstand nach zwei Dritteln immer noch ausgeglichen.

Die Idealvorstellung des Trainers

Im Stile eines Spitzenteams steigerte sich der SV Wiler-Ersigen im letzten Abschnitt. «Das war sicher unser bestes Drittel», bestätigt Berger. «Wir erarbeiteten uns viele hochkarätige Torchancen und erzielten die wichtigen zwei Treffer, während Uster kein weiteres Tor mehr gelang.» Marco Louis sorgte in der 52. Minute für den Gamewinner, Claudio Mutter machte 79 Sekunden vor Schluss mit dem 5:3 alles klar.

Die beiden Siege innert 24 Stunden bescherten Wiler-Ersigen eine 2:0-Führung in der Viertelfinalserie. Am Samstag kommts im Sportzentrum Zuchwil zum dritten Aufeinandertreffen. «Wir wollen an das erste Heimspiel anknüpfen. Das heisst, von Anfang an auf dem Level spielen wie in den Dritteln zwei und drei des ersten Duells», fordert Berger. «Dann wird es sehr schwierig für Uster, bei uns zu gewinnen, und wir könnten mit noch mehr Rückenwind nach Uster fahren am 15. März. Das wäre die Idealvorstellung.»

Rückkehrer mit Dublette

Thomas Berger musste zum Playoff-Start gleich auf mehrere Leistungsträger verzichten: Routinier Matthias Hofbauer weilte im Ausland und Topskorer Deny Känzig konnte im Samstagsspiel nach vierzig Minuten nicht mehr mittun. «Eine Prognose zu wagen, ist bei ihm sehr schwierig», gibt Berger Auskunft. «Je nach Belastung sind die Schmerzen unterschiedlich stark. Wir entscheiden jeweils kurzfristig, ob ein Einsatz möglich ist.»

Mit Michal Dudovic (krank) sowie Lukas Moser (verletzt) fehlten zwei weitere Akteure. Das Comeback des schwedischen Superstars Daniel Johnsson kommt also zum richtigen Zeitpunkt. Am Samstag traf der 31-Jährige zweimal im Powerplay.

«In den Überzahlsituationen hat er die nötige Zeit und auch den Platz, den er braucht. Ansonsten konnte er allerdings noch nicht so viel bewirken. Was nach einer fast einjährigen Absenz auch verständlich ist. Wir haben aber auf jeden Fall wieder einen Top-Spieler mehr in unseren Reihen», freut sich Berger.

Auch die anderen drei NLA-Viertelfinalserien begannen mehr oder weniger wie erwartet. Qualisieger GC legte gegen Winterthur vor. Alligator Malans gewann beide Spiele gegen Chur, die Serie zwischen Köniz und Zug ist nach zwei Spielen ausgeglichen. «Die Resultate, und auch unser letztes Spiel gegen sie, zeigen, dass Malans im Aufwärtstrend ist», wägt Berger ab. «GC dagegen trat schon im Cupfinal nicht mehr wie der Qualisieger auf. Wir gewannen in der Rückrunde fast problemlos gegen sie.»