«Wir haben mit den Roadrunners noch eine Rechnung offen», sagte vor dem Match Gekkos-Trainer Jacques Mabillard, «wir haben den ersten Match verloren, jetzt wollen wir Revanche.» Doch lange war nichts von der alten Rivalität zu sehen, welche die beiden Solothurner NLB-Teams sonst pflegen. Es wurde schön gespielt, ein harter Check war kaum je angesagt. Wer sich zum ersten Mal ein Meisterschaftsspiel im Inlinehockey angesehen hat, musste sich fragen: Ist das alles?

Den Gekkos, die stocktechnisch leicht überlegen waren, konnte es recht sein. Sie gingen im ersten Drittel dreimal in Führung. Zweimal konnten die Roadrunners ausgleichen. Im Mitteldrittel versuchten es die Gerlafinger etwas zu oft mit Einzelaktionen. Bei schnellen Gegenstössen vergaben jedoch die Oensinger auch die besten Ausgleichschancen. In dieser Phase vergaben sie ein besseres Resulta, wobei Gekkos-Goalie Simon Lange mehrere tolle Paraden zeigte.

Blut erhitzte sich auf beiden Seiten

Dass das 4:2 bereits das Schlussresultat sein sollte, hätte in der zweiten Pause niemand vermutet. Im Schlussdrittel krachte es dann endlich an der Bande. Das Blut erhitzte sich auf beiden Seiten und es war die Action angesagt, die man im Inlinehockey sehen will. Den Roadrunners, denen nur zwei komplette Blöcke zur Verfügung standen, ging dann aber langsam die Puste aus. In dieser Phase brillierte ihr neuer Goalie Pascal Elmer.

Er war die Nummer 3 bei den Gekkos und wurde gerade erst zu den Roadrunners transferiert. Mit tollen Paraden hielt er die Oensinger im Spiel. Aber weil der Vordermannschaft kein Tor mehr gelang, schaukelten die Gekkos den knappen Vorsprung souverän nach Hause.

«Wir haben zu wenig aus unseren Möglichkeiten gemacht», analysierte Oensingens Coach Philipp Fluri am Schluss die Partie. Dass es lange recht brav zu und her ging, erklärt er mit der Tatsache, dass die Roadrunners und die Gekkos im Nachwuchsbereich seit einiger Zeit vermehrt kooperieren. «Die alte Rivalität verblasst etwas. Wenn wir gegen die Übermacht der Romands im Inlinehockey etwas ausrichten wollen, dann müssen wir Solothurner zusammenhalten.»