Gerlafingen
Gerlafingen feierte 100 Jahre Freier Schiessverein Gerlafingen

Mit einem Schiesswettkampf und einer gediegenen Jubiläumsfeier beging am Samstagabend der Freie Schiessverein Gerlafingen sein 100-Jahr-Jubiläum.

Armin Leuenberger
Merken
Drucken
Teilen
Lockere Stimmung bei Heinz Hammer, Roberto Zanetti (l.), Peter Jordi und Esther Nahali (r.).

Lockere Stimmung bei Heinz Hammer, Roberto Zanetti (l.), Peter Jordi und Esther Nahali (r.).

Armin Leuenberger

In der modernen Schiessanlage Bannholz in Wiler bei Utzenstorf fand an den beiden letzten Samstagen ein 100-Jahr-Freundschafts- und Jubiläumsschiessen statt. Eingeladen waren sämtliche Vereine des Bezirksschützenvereins Wasseramt. Gegen 200 Schützinnen und Schützen machten am Anlass der besonderen Art mit.

Der kleine Verein mit nur noch rund 20 regelmässig aktiven Sportschützen verzichtete auf ein Startgeld, sowohl am Wettkampf- wie auch am Finaldurchgang. Als OK-Präsident stand Hermann Hirter im Einsatz. Ein Mann, der sich seit Jahrzehnten in verschiedensten Chargen um das Schiesswesen in der Region verdient gemacht hat. Zusammen mit seinem Sohn Reto, dem heutigen Vereinspräsidenten, und einer grossen Zahl Freiwilliger wurde ein Anlass von ganz besonderer, familiärer Note auf die Beine gestellt.

Wechselvolle Geschichte

Am Samstagabend fand im komfortablen Festzelt beim Schützenhaus der Festakt statt. Geladen waren neben den Schiessvereinen des Wasseramtes auch sämtliche Ortsvereine von Gerlafingen. Unter den geladenen Gästen begrüsste Hermann Hirter neben dem Präsidenten des Solothurnischen Sportschützenverbandes, Heinz Hammer, auch Esther Nahali, Präsidentin des Bezirksschützenvereins Wasseramt, den Gerlafinger Gemeindepräsidenten Peter Jordi sowie Ständerat Roberto Zanetti.

Hirter wies noch einmal auf den Finaldurchgang der acht besten Schützen in den vier Kategorien hin, die am Nachmittag einen Final auf sehr hohem Niveau geboten hatten. Die Jubilarin durfte für ihr stetes Engagement zum Wohle des Schiesssportes in der Region ein Präsent entgegennehmen.

Heinz Hammer, in Begleitung von Daniel Hafner erschienen, fasste sich in seiner Festrede «wie man mir das befohlen hat» kurz. «Dies, obwohl man mir eine spannende, vielseitige Dokumentation über die 100 Jahre des FSV zugestellt hat», scherzte der Kantonalpräsident. Sehr speziell sei es, dass der FSV Gerlafingen in seiner langen Geschichte nicht nur dreimal den Namen gewechselt hat, sondern auch drei verschiedenen Verbänden, dies vorwiegend aus politischen Gründen, angehört habe.

Statuten geändert wegen Frauen

Die aufmerksame Esther Nahali stellte in ihrem Statement fest, dass der FSV seinerzeit, kaum hatten die Frauen auf eidgenössischer Ebene 1971 das Stimmrecht erhalten, seine Statuten änderte und so den Frauen die Mitgliedschaft in einem Schiessverein ermöglichte. Gemeindepräsident Peter Jordi gab seiner Freude über das Jubiläum Ausdruck und dankte für die immense Arbeit, die der Verein zum Wohle des Schiesswesens während Jahrzehnten geleistet hat.