EHC Olten
Gerade noch die Kurve gekriegt: Olten gewinnt zu Hause 6:2 gegen Thurgau

Dank einem starken ersten und dritten Drittel gewinnt der EHC Olten gegen Hockey Thurgau 6:2. In den letzten zwölf Minuten gelingen den Powermäusen vier Tore.

Marcel Kuchta (Text), Adriana Gubler (Liveticker)
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Mit vollem Einsatz: Olten gewinnt 6:2 gegen Thurgau.

Mit vollem Einsatz: Olten gewinnt 6:2 gegen Thurgau.

Hansruedi Aeschbacher

Als das zweite Drittel zu Ende war, da sehnte sich so manch einer der 2600 Zuschauer (Saison-Minusrekord) in der Kleinholzhalle nach seiner warmen Stube. Erstens war es unangenehm kalt, zweitens war das, was besonders das Heimteam auf dem Eis geboten hatte, alles andere als erwärmend. 2:2 stand es nach 40 Minuten zwischen dem EHC Olten und dem in der Tabelle halb so viele Punkte aufweisenden Vorletzten aus der Ostschweiz. Und nur wenig deutete zu diesem Zeitpunkt auf ein Oltner Happy-end hin.

Dabei hatte eigentlich alles so wunderbar begonnen. Es waren keine vier Minuten gespielt, als der EHC Olten nach einem furiosen Start schon mit zwei Längen im Vorsprung lag. Aeschlimann und Feser hatten innerhalb von 21 Sekunden getroffen. Alles deutete auf einen geruhsamen Abend gegen einen limitierten Gegner hin. Doch denkste: Der EHCO Ausgabe 16/17 ist offenbar nicht dafür gemacht, seinen Leistungslevel konstant hoch zu halten. Erst nahm man sich mit einigen Strafen in Serie selber den Rhythmus. Und dann wurde man im zweiten Drittel auch noch für die zunehmende Passivität bestraft.

Die Thurgauer glichen zu Beginn des mittleren Spielabschnitts innert 26 Sekunden zum 2:2 aus. Und lösten damit jene Phase des Spiels aus, in welcher den Zuschauern die Laune gründlich verhagelt wurde. «Wenn man so früh im Match mit 2:0 in Führung geht, fühlt man sich fast ein wenig zu sicher», versuchte Remo Hirt zu erklären, warum die Oltner sich nach ihrem Traumstart derart aus dem Konzept bringen liessen. «Wir haben die Thurgauer danach nicht unterschätzt, aber wir sind nicht mehr mit derselben Konsequenz vor dem gegnerischen Tor zu Werke gegangen. Ausserdem sind wir zu wenig hart in die Zweikämpfe gegangen», kritisierte Hirt Mängel, die die Mannschaft schon seit geraumer Zeit plagen und die auch immer wieder von Headcoach Maurizio Mansi angeprangert werden – offenbar ohne Erfolg.

Ein Brikett nachgelegt

Dass die Oltner im letzten Drittel die Kurve gerade noch kriegten und nicht vollends aus der Bahn geworfen wurden, war vor allem dem Trio zu verdanken, welches zuletzt schon hervorragend harmoniert hatte: Remo Hirt, Justin Feser und Ueli Huber sorgten mit ihren Treffern zum 3:2 (Huber) und 5:2 (Hirt) dafür, dass es aus Sicht des EHC Olten doch noch zu einem Happy-end kam. «Zum Glück konnten wir im dritten Drittel noch ein Brikett nachlegen», zeigte sich Remo Hirt erleichtert über den Lauf der Dinge. Weshalb es seiner Sturmlinie derzeit so gut läuft? «Momentan klappt es bei uns recht gut. Wir unterstützen uns, es harmoniert. Hoffen wir, dass es noch lange so weiter geht», blickte Hirt optimistisch in die Zukunft.

Apropos Zukunft: Der EHC Olten steht nun vor einer einwöchigen Spielpause. Am kommenden Wochenende sind die Powermäuse spielfrei. Erst am 6. Dezember werden sie auswärts in Rapperswil wieder ins Geschehen eingreifen. Die Pause könnte den Oltnern gut tun, die immer wieder auftretenden Mängel zu bekämpfen. Wenn es dieser Mannschaft gelingt, die bisweilen unerklärlichen Durchhänger zu eliminieren, dann darf man auch im Hinblick auf die zweite Saisonhälfte durchaus optimistisch sein. Denn so durchwachsen die Leistungen zwischendurch auch sein mögen: der Blick auf die Tabelle verheisst für den EHC Olten eigentlich nur Gutes. Der dritte Tabellenplatz ist recht ungefährdet. Zusammen mit dem vorhanden Steigerungspotenzial sind das gute Perspektiven. Dann werden die Zuschauer auch den einen oder anderen kalten, tristen Abend im Kleinholz schnell vergessen haben.

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