Motorsport

Gelungene Premiere und gute Tipps eines WM-Rennfahrers

Spektakuläre Rennen bei der Supermoto-Premiere in Luterbach.

Spektakuläre Rennen bei der Supermoto-Premiere in Luterbach.

Erstmals wurde in Luterbach ein Supermoto Schweizer Meisterschaftsrennen durchgeführt – obwohl das Rennwochenende sportlich ein grosser Erfolg war, steht eine künftige Austragung in Luterbach noch in den Sternen.

Erich Kammer, Koordinator der Interessengemeinschaft Supermoto Solothurn brachte es direkt auf den Punkt: «Sportlich gesehen war der Event ein riesiger Erfolg, den an beiden Renntagen hatte wir nicht einen Unfall zu beklagen. Das ist immer das Wichtigste.»

Sportlich lief es besonders dem Deutschen Marc-Reiner Schmidt auf seiner KTM-Maschine gut. Der 18-Jährige Dominator der Supermoto Königsklasse «Prestige» fuhr seiner Konkurrenz in allen drei Rennen davon und war eine Klasse für sich. «Es waren drei geile Rennen und eine super Veranstaltung. Als nächstes Ziel habe ich ganz klar die Supermoto WM, wo ich schon mal fünfter wurde», diktierte Schmidt nach seinem Triumph ins Mikrofon. Bereits vor dem Rennwochenende in Luterbach hatte der 18-Jährige im Gesamtklassement 15 Punkte Vorsprung auf den Titelverteidiger Philippe Dupasquier aus dem Freiburger Sorens.

Tipps von Dominique Aegerter

Vor dem Finallauf der Challenge-Kategorie hatte Überraschungsgast Dominique Aegerter noch einige Tipps für die Rennfahrer bereit. Während aufgrund des vorangegangenen Regens und der unsicheren Asphaltverhältnisse praktisch alle Piloten mit Regenreifen auf Nummer sicher gehen wollten, riet der Moto GP2-Sieger vom Sachsenring zu Slicks (Trockenreifen). «Wer nichts riskiert hat sowieso schon verloren», begründete der 23-Jährige seinen Ratschlag. Auf einige Starter hatte die prominente Meinung Eindruck. Unter anderem auf den Führenden des Gesamtklassements, den Aargauer Raoul Tschupp, der kurz vor dem Start den Hinterreifen auswechselte.

Diese Massnahme erwies sich als Goldrichtig, denn Tschupp feierte im Schlussdurchgang den Sieg. «Ich hatte einen guten Start, deshalb hätte ich wohl auch ohne Slicks gewonnen. Aber falsch war der Entscheid sicher nicht», so der Sieger. In der dritten Top-Kategorie, dem Quad Inter, fuhr der Franzose Xavier Veron, vor dem Westschweizer Julien Isotton, zuoberst auf das Podest.

Zuspruch der Anwohner

Doch auch abseits des Asphalts war IG-Koordinator Kammer mit dem erstmals in Luterbach durchgeführten Rennwochenende sehr zufrieden: «Das Wetter hat über weite Strecken mitgespielt und lockte wohl bis zu 3500 Zuschauer an die Rennstrecke.» Noch mehr Freude bereitete Kammer die mehrheitlich positiven Rückmeldungen der Anwohner, welche das Supermoto-Solothurn-OK-Team zu einem Apéro eingeladen hatte. Bei der 1. Augustrede hatte Jürg Nussbaumer, Vize-Gemeindspräsident von Luterbach zudem mit dem Spruch «endlich sind wir wiedermal positiv in den Schlagzeilen - ansonsten kennt man Luterbach nur von den Staumeldungen» die Lacher auf seiner Seite.

Trotz der gelungenen Premiere weiss Kammer noch nicht, ob Luterbach auch nächstes Jahr in den Rennkalender aufgenommen werden soll: «Die IG wird erst mal in Ruhe die Abrechnung vornehmen und Feedbacks aus der Gemeinde entgegennehmen.» Doch er fügt an: «Die Voraussetzungen hier sind aber ideal. Es ist ein grosses, schönes Gelände, weit weg von den Anwohnern und der Asphalt ist perfekt.» Es spricht also vieles dafür, dass Luterbach auch in der Supermoto Rennsaison 2015 ein Bestandteil der Schweizer Meisterschaften sein wird.

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