E-Mountainbike
Gelingt es Nathalie Schneitter aus der Quarantäne direkt zur Titelverteidigung fahren?

Die Solothurnerin Nathalie Schneitter startet am Mittwoch nach zehntägiger Quarantäne an der E-Mountainbike-WM in Österreich. Dass die 34-Jährige ihren Titel aus dem vergangenen Jahr überhaupt verteidigen kann, war zuletzt auf der Kippe gestanden.

Dean Fuss
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Daumen hoch: Nach überstandener Quarantäne und negativem Coronatest darf Nathalie Schneitter an der E-Mountainbike-WM starten.

Daumen hoch: Nach überstandener Quarantäne und negativem Coronatest darf Nathalie Schneitter an der E-Mountainbike-WM starten.

Zur Verfügung gestellt

Wenn heute Nachmittag in der österreichischen Gemeinde Leogang der Startschuss für das Weltmeisterschaftsrennen der E-Mountainbikerinnen fällt, tritt auch die Solothurnerin Nathalie Schneitter kräftig in die Pedale.

Die 34-Jährige ist im Feld der Starterinnen nicht einfach irgendwer, sondern die Titelverteidigerin. Denn Schneitter hatte bei der WM-Premiere der Kategorie E-Mountainbike im August des vergangenen Jahres im kanadischen Mont-Sainte-Anne die Goldmedaille abgeräumt.

Trotzdem ist es alles andere als selbstverständlich, dass Schneitter nun zur Titelverteidigung antreten kann. Dies, weil die frühere Junioren-Weltmeisterin im Cross Country gemäss Contact-Tracing Ende September mit einer positiv auf Covid-19 getesteten Person in Kontakt gewesen war. Schneitter musste deshalb folgerichtig für zehn Tage in Quarantäne. Diese endete am vergangenen Montag und damit gerade noch rechtzeitig vor der WM.

Nathalie Schneitter während ihrer Gold-Fahrt bei der E-MTB Weltmeisterschaft 2019 im kanadischen Mont-Sainte-Anne.

Nathalie Schneitter während ihrer Gold-Fahrt bei der E-MTB Weltmeisterschaft 2019 im kanadischen Mont-Sainte-Anne.

Zur Verfügung gestellt

Um ausserdem von den Veranstaltern für den Wettkampf zugelassen zu werden, musste Schneitter gemäss des in Leogang gültigen Sicherheitskonzepts bei der Akkreditierung einen negativen Coronatest vorweisen, der nicht weniger als 72 Stunden alt war. Auch das hat nach Ablauf der Quarantäne gerade noch geklappt.

Keine ideale Vorbereitung auf den Wettkampf

Klar, dass sich Schneitter ihre Vorbereitung auf das WM-Rennen, das ursprünglich Ende Juni im deutschen Albstadt hätte stattfinden sollen, anders vorgestellt hat: «Natürlich ist eine zehntägige Quarantäne keine ideale WM-Vorbereitung», sagt Schneitter und ergänzt: «Ich freue mich aber, dass ich bei der E-MTB-Weltmeisterschaft dabei sein kann und bin heiss darauf, endlich wieder Gas geben zu können. Gemessen an den Umständen wäre eine Medaille natürlich ein Traum.»

Die Olympiateilnehmerin von 2008 in Peking hatte bereits im Frühling dieses Jahres für Aufsehen gesorgt, als sie als amtierende Weltmeisterin ihrer Favoritenrolle gerecht geworden war und in Monaco bei der Erstaustragung des E-Mountainbike-Weltcups in der Disziplin E-Cross-Country triumphiert hatte.
Zu den grossen Favoritinnen zählt Schneitter nach ihrer schwierigen Vorbereitung beim WM-Rennen von heute Nachmittag sicher nicht – eine Überraschung ist aufgrund ihres Leistungsausweises aber sicherlich auch nicht ausgeschlossen.